Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 11 (August 1852)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1852-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 10)
- Language
- German
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439 Necensionm und Anzeigen. hatte der Herr Berf. gar nicht in dieses Bereich ziehen sollen, da sie gerade gegen ihn spricht. Von Marc Aurel ist bekannt, daß er sehr uneigennützig war, und zur Zeit der NoLh sein kostbares Hausgeräthe verkaufte. Besser würde dieses Factum zu Alex. Sever passen, dem der Vorwurf gemacht wird, daß er das Geld liebte und neue Auflagen erfunden habe. — Nicht minder schwach ist der Beweis von F au st in a. 'Die Beraita (Nidda 45) sagt: Faustina (יוסמינא =1סטינא) T och t e r des Kaisers Sev. b. Anton., habe mit Nabbi eine delieate Frage verhaudelt. Machen wir auch aus der Tocbter die Frau, so bleibt noch auffallend, warum hier Severus b. Anton, und nicht Antoninüs geuannt wird. Der Herr Vers, macht daraus Lucius (Anums) Lerus, Mitkaiser und Schwiegersohn Marc Aurels, und muß ihm eine Tochter Namens Faustina geben, wovon-die Biographen nichts wissen. — -.Auch aus den Dialogen, die Talmud und Midrasch zwischen.Nabbi und Antoninns über ethisch-psychische Themata halten lassen, beweist der Herr Vers, die Identität Antonius und Marc Aurels, und bringt aus den philosophischen Memoiren dieses Kaisers Parallelstcllcn und Belege zu diesen Dialogen bei. Aber der Herr Vers, muß selbst.einraumen, daß ein Thcil dieser Dialoge , in dem Midrasch zu Wajikra talmudischen Autorcn in den Mund gelegt wird! Und wer erkennt nicht au der Dialogsorm zwischen talmudischen Autoritäten und geschichtlichen Personen oder Völkern den Hebel der Hagada, den Vortrag lebendig und durch den Gegensatz recht anziehend zu machen! Die Hagada laßt;9i. Jösua mit Hadrian, N. Akiba mit Turnus Nufus, und ebenso Nabbi mit Antonin hagadische Deutungen besprechen. Von derselben Art ist auch die Hagada in der Mechilta, in welcher Rabbi dem Kaiser beweist, daß Egypten nie mehr einen eigenen König haben werde. Die ErkLaruug des Herrn Vers, zu dieser Stelle ist sehr gesucht. — Nefer. läßt nun Herrn G., der über das Sterbejahr des N, Juda I. mit dem Herrn Vers, übereinstimmt und es in das I. 193!oder 194 verlegt, mit seineu eigenen Worten sprechen: ״Wir haben oben (S. 396 ff.) nachgewiesen, daß das Ende des Betharschen Krieges nicht im Jahr 1.25 sondern 10 Jahr spater 1.35 gewesen ist: N. Juda I. war also ungefahr 135 — 136 geb., prafidirte 163 —1.64 und starb 163 — 394, wurde also ungefähr 60 .Jahr alt. Es bleibt nur noch zu beweisen, daß N. Juda II. ebenso wie N. Juda I. den Titel N abbi hat, ferner daß R. Ephes und N. Ehanina dessen Zeitgenossen waren. Der erstere Punkt, die Benennung Nabbi auch für R. Juda II. ergibt sich aus vielen Seiten und bekannt ist, daß dieser N. Juda II. das Verbot des Heidenöls .aufgehoben, und es heißt j. Aboda Sara 2, 8.: רבי ובית דינו התירו השמן: