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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-08-01 · Heft 11 (August 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 11 (August 1852)
Article
[Rezension]
Date
1852-08-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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438 Necenfionen und Anzeigen. Verhalten N. Judas II. zum Tode des Antoninus (A. Severils) gehört offenbar der Sage an, die sich in drei verschiedenen Weisen ausgespro-- chen hat. Nach der einen Sage starb N. Juda vor dem Kaiser und hat'seinen frühern Tod prophezeihet * * * * 5), nach der andern starb er gleichzeitig mit Antonin und dem andern judcnfreundlichen König Artaban, Freund Nabs; nach einer dritten Sage starb Anton in vorher und N. Juda II. sagte von ihm: ,,mit seinem Tode ist das Band (des römischen Reichs) gelöst 6"נתפרדה). Die letzte Notiz könnte historisch sein, denn nach dem Tode des Alex. Severus begann eine LOjährige Anarchie im römischen Reiche, welche die Theilung des Reiches und später dessen Auflösung zur Folge hatte." Herr G. gehet auch ausführlich auf die Nebenbeweise des Herrn Verf. ein; um jedoch die Grenzen seiner Necenfionen mcht zu sehr zu überschreiteil, stehet sich Nef. veranlaßt, die Widerlegung des Herrn G. kurz zu resumiren. Ein Midrasch erzählt, Antoninus b. Severus habe einen der drei Schätze entdeckt, die Joseph in Egypten vergraben hatte u. s. w., und der Herr Verf. deutet dieses figürlich von dem Siege Marc Aurels über Avidius Cassius, wobei auch Egypten theilweise betheiligt war, und von der Brandschatzung die Mare Aurel den Eghptern auserlegt haben soll. Das Gezwungene dieser Erklärung fällt zu sehr ins Auge! Bei dem Mangel an Quellen, die von Trajan bis DLoclctian nur dürftig fließen, ist es wohl vorzuziehen, diese Stelle, der wohl Historisches zu Grunde liegt, für uns als unerklärbar anzusehen. — Eine andere Mischnanachricht, nach der Antonin bei Rabbi brieflich anfragt, wodurch er seinen leeren Schatz füllen könne, und dieser ihm durch Zeichen der Pflanzensprache zu verstehen gibt, er solle die einträglichen Staatsstellen durch neue Personen besetzen und sich dafür zahlen lassen, gehört. Vgl.Pesachim 112. b., wo רבנינו הקדוש seinen Kindern ein geschärft haben soll, nicht in der babylonischen Stadt שבנתיב zu wohnen! Aber wie käme denn N. Juda I. dazu, seine Kinder vor dem Ansiedcln in einer bestimmten babylonischen Stadt zu warnen? Offenbar hieß es ursprünglich רנ, woraus רבי, dann רבינו und endlich gar הקדוש! An und für sich ist der Name der ״Heiligen" auch für N. Juda I. noch zweifelhaft. Der Ursprung desselben wird verschieden angegeben; auch findet er sich in keiner einzigen h alachischenStelle. 5) Diese Sage scheint die jüngste zu sein; denn sie kennt schon die Agada, daß Antonin vorher gestorben, sie kennt auch die andere, daß אסויתם wirklich ein Sohn Antonins war; darum schafft sie einen neuen Antonin זעירא, einen Enkel des אנ. רבה Sie gehört in den Kreis der h ar IN o n ist i sch e n A g a d as. 6) Der Herr Verf. will den Ausdruck מת — שניב nicht von einem gewaltsamen Tode gelten lassen. Allein von 9t. Akiba heißt es ja auch nur משמת! Der Herr Verf. gibt ja zu, daß der Artaban des Nab, der letzte Arfcicibe war, der in der Schlacht Leben, Krone und Dynastie verlor, und doch heißt es von ihm כי ישכיב אדרבן.

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