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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-08-01 · Heft 11 (August 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 11 (August 1852)
Article
[Rezension]
Date
1852-08-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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438 Recensionen und Anzeigen. eine Persönlichkeit auszumitteln, dessen Vater und Sohn אסוירום hießen; der Herr Vers, muß aus 0א0ורדו eine sonderbare Syukrasis von AS (Anius) und Berns machen und dann noch hinterher mit einer zweifelhaften Conjectur nachhelsen. Das heißt aber die Natur der indischen Quellen ganz verkennen. In Judäa kannte man nicht die gehausten Namen der Römer, bestehend aus praenomen, nomen, cognomen und agnomen, und wenn die Adoptionsnamen zu den Urnamen dazu kamen, wie bei den Antoninen, so gehörte dazu das Gedächtniß eines Höflings, sie zu behalten. In jüdischen Benennungen gab es bloß einen einzigen Eigennamen, Familien- und Charakternamen wurden durch p bezeichnet. Dieses p wurde dadurch so geläufig, daß es auch hinzugesügt wurde, wo immer zwei Eigennamen zusammen genannt wurden. Vergl. אלעזר חסמא ober הסמא p; בן מביא יין und unsere Vermuthung über אנוקלוס בר ^ל1^ס (vgl. oben S. L98). Wenn daher ein jüdisches Ohr die langen Kaisernamen hörte, so verkürzte es sich dieselben und erleichterte sich die Aussprache durch Hinzusügung eines p, ohne damit den Begriff Sohn bezeichnen zu wollen. Aus Severus Antoninus machte die jüdische Aussprache .אג p 3אפויחס), aus Antoninus Scverus .אס p אנטונינוס, beide bezeichnen eine und dieselbe Person und sind nur Versetzungen des nonien und cognomen. Spätere Quellen haben es sich noch mehr erleichtert, indem sie das schleppende אסויחס p ganz wegwarfen; wozu brauchten sie den Unterscheidungsnamen? Für sie gab es nur einen einzigen Antoninus, nämlich denselben, der ein Freund des jüdischen Nasi war, manche jüdische Gesetze beobachtete und sich sogar beschnitten haben soll! — Es wird nun leichter werden, die Beweise des Herrn Vers, zu würdigen. Er rcsümirt sie irr 5 Hauptbeweisen und etwa 5 — 6 Nebenbeweisen. Gehen wir sie in aller Kürze durch. 1) Aus dem Hauptbeweise von der kritisch-richtigen Leseart ת״ק (anstatt חק״ל) der Rückkehr Stabs ergibt sich zwar, daß N. Juda I. in dieser Zeit gelebt, und bald darauf gestorben sei, aber nicht, daß Marc Aurel sein Freund war. 2) Die Benennung אסייחס ב׳ אג und אנ׳ ב' אס passe nur aus Marc Aurel, den Sohn des Annius Verus, auf seinen Mitkaiser und Schwiegersohn, der, wie der Herr Vers, meint, vermuthlich eben so geheißen, und nicht aus seinen Sohn Commodus, der auch den Namen 3) Ein Punet muß noch berührt werden. Der Herr Vers, leugnet, daß aus Severus אסוירוס werden kann, indem das א nur vor zwei Consonanten gesetzt wird. Diese Behauptung wird der Herr Vers, wohl aufgeben müssen, das א pflegt auch vor vielen Fremdwörtern mit einfachem Consonant zu stehen: אלפס=)J710Q oder 7J7ag\ אפרסקין pevsica. אמגושא — raagns אפטריקא Patriarch«. Pallium (Mantel, Philosophenmantel) ist hebräisch wiedergegeben פליון אפליון (Sabbat 120, Naschi und Aruch).

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