Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 11 (August 1852)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1852-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
- article
- OCR quality
- 89% known words query
- IRI
…/2829132-2829133-2829145-2852015--00535-2852051- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
Mentioned entities
OCR text
Rezensionen mid Anzeigen. m אמאי תרין יומין בגין ראינון תרי בי רינא רמתחברין בחרא רינא עלאה דאיהו קשיא רינא תתאי דאיהו רפיא וחרווייהו משתכח. Welche Bewandniß hat es mm mit dieser Sublimirung des zweiten Neujahrstages, dessen Ursprung ja gar nicht biblisch ist, sondern der erst dann eingesührt wurde, als die Neumondzeugen einst zu spät kamen, vgl. Mischna Nosch haschana lV, 4? — Choriner weiß darüber keine Auskuust zu geben.׳ Die Sache mag sich aber folgendermaßen verhalten. In Palästina wurde bis zum 12. Jahrhundert nur ein Neujahrstag gefeiert; 9t. Serachia im מאוד zu Beza Cap. i sagt ausdrücklich: ״jetzt sind.neue Ansiedler dahin (nach Palästina) aus der Provence gekommen und führten eine zweitägige Neujahrsfeier ein"; er spricht sich aber nachher gegen diese DoppeLseier für Palästina aus. Nachmanides im Milchamot opponirt ihm aber heftig und meint, von der zeitherigen Unterlassnng der Doppelseier könne gar kein Beweis gebracht werden, da bisher gar keine Gesetzkundige in Palästina gelebt hätten. Die Praxis einer zweitägigere Neujahrsfeier war daher im 12. und 13. Jahrh. in Palästina noch neu; erst Nachmanides und seine Schüler, die Kabbalisten, befestigten deren Einführung aus den von Nachmanides in der angeführten Stelle des Milchamoth enthaltenen halachischen Gründen. Um nun auch im Volke, das die halachischen Gründe nicht zu würdigen wußte, jede Vernachlässigung dieser Feier zu verhindern, bedurfte cs nach damaliger Sitte einer mystischen Zuthat; mau. ließ sich daher ans die Weise vernehmen, wie es sodann in dm Sohar -ausgenommen wurde, ״die Welt würde untcrgehen, wenn dieser Tag nur einmal gefeiert würde u. s. w." —־ Hierbei darf man nicht vergessen, daß 9!. Serachia, der sogen. בעל המאור, als Freund der provenerlischen Philosophen, den Kabbalisten — die jede Spur von Nationalismus ersticken wollten — wie bekannt ohnehin ein Dorn im Auge war; sie versuchten daher alle Mittel, wozu religiöse Einschüchterung damals besonders gehörte, um seineu Doktrinen keinen weitern Eingang im Volke zu verschaffen. — Doch zu nnserm Vers, zurückkehrend, heben wir aus dem 1. Hefte der ״Beiträge" noch besonders hervor seine philosophisch-systematische Darstellung von 9t. ASrieUs Erklärung der zehn Sefiroth, nach der Form von Spinozas Ethik, und ans dem 2. Hefte seine Nachweisungen, daß die von dem so verunglimpften Moses Botarel initgetheilten Auszüge aus älteren Kabbalisten dennoch echt seien. Die Andeutungen über Salomon Jbn Gebirol dürsten nach Erscheinen des Mckor Chajim desselben wohl noch vervollständigt werden können. — Daß, wie der Verf. (2s. Heft, S. 48) meint, der von Jsaae ans Aceo häufig citirte 9t. Abner nicht der berüchtigte Convertit gleiches Namens sei, muffen wir dahingestellt sein lassen. Der Uebertritt braucht nur nicht bei Nachma-