Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 11 (August 1852)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1852-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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430 Reeensionen und Anzeigen. nideS Leben erfolgt zu sein und darin mag der Verf. des Schalchelet übertrieben haben, sonst ließe sich, die Identität des von I. von Aceo citirten mit dem später nbergetretenen Abner wohl vereinen. Die Sage würde kein solches Gewicht auf die Apostasie dieses Namens gelegt ha-» ben, wäre er nicht als gelehrter Schüler des Nachmanides berühmt gewesen. — Möchte Herr Jellinek Zeit und Muse gewinnen, sein intendirtes größeres Werk über die Kabbala bald zu beendigen, damit diese noch dunkle Partie der jüdischen Wissenschaft auch in hellerem Lichte sich endlich darbiete! Dr. B. Beer. ע ר ך מ ל י ן ו כ ו׳ (Fortsetzung.) 1) Einige, talmudische Nachrichten lassen gar nicht daran zweifeln, daß während N. Judas I. Patriarchat harte, nicht blos vorübergehende Leiden die Juden im Stammlande getroffen hatten. R. Chija äußerte sich über diese Leiden: ״Gott wußte, daß das jüdische Volk die harten Gesetze der Römer nicht ertragen könne, darum hat er den größten Theil nach Babylonien verbannt." Von der Theilnahme der Inden an der Rebellion des Avidius Cassius können die Leiden nicht hergerührt habendenn diese Theilnahme ist, wie der Herr Verf. mit Recht annimmt, durch nichts erwiesen und ist nur ein Einsall des Basnage. Auch sotten ja laut der Mischna nach dem Tode von N. Juda's Vater, d. h. bald nach Antritt seines Patriarchats, viele Drangsale eingetroffen sein — ורבו הצרות, die nicht von der Heuschreckenplage und andern physischen Ca- Lamitäten zu verstehen sind. Wie sind nur bei der intimen Beziehung zwischen dem Weltherrscher und dem höchsten Würdenträger der jüdischen Nation politische Leiden denkbar? Die Zeit soll ja Festtage für Israel gewesen sein, wie die Chronographen schreiben und auch R. Scherira: ושקטו רבנן ביומו (רד) מן כל שמד משום רחימותא דאנטונינוס לדיליח ואסוירס (Chophes Matmonim 30). Die Chronographen sind noch zu entschuldigen, diese Vorstellung war bei ihnen eine Illusion aus der perspectivischen Entfernung der Zeiten.- Man kann die Leiden nicht einmal in Commodus' Negierung versetzen, denn auch mit diesem 'soll Rabbi auf ziemlich gutem Fuße gestanden haben. Der Herr Verf. braucht Commodus, den er אנטונינוס זעירא nennt, zur Erklärung einiger Stellen, wo Mare Aurel allein nicht ausreicht. 2) In den Quellen, die von dem Verhältnisse zwischen Rabbi und Antoninus handeln, spielt die Stadt Tiberias eine Hauptrolle. In TLberias besuchte der Kaiser den Nasi, Tiberias wollte er die Privilegien