Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 11 (August 1852)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1852-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 2)
- Language
- German
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428 SÄecenfioneit und Auzeigeu.' oben sich befinden, sind eigentlich uur gesammelte Bausteine zu einem größeren Werke, einer ״Einleitung in die Geschichte und das Wesen der der Kabbala", woran der Vers, arbeitet, doch enthalten sie bereits so vieles Neue und Interessante, daß kein Forscher dieses Wissensfaches sie übersehen darf. — Das erste Schristchm bezweckt insbesondere die Vaterschast des Sohar, dessen Abfassung Landauer dem in Satomon ben Adrath N. G. A. erwähnten Abulafla zuschreibt, wieder dem Moses ben Scbem Tob de Leon zuzuweisen, wie dies von Kritikern auf den Grund der bekannten Stelle im Juchasin cd. Const. Bl. 140b immer angenommen ward. Hr. Jellinek sucht dies aus vielen Parallelstellm eines von gedachtem Moses ben Schem Tob in hebräischem Idiome verfaßten, zu Basel 1608 gedruckten Merkchens, betitelt ספל הנפש ללכמל, die mit dem Sohar säst identisch find, auf sinnreiche Weise zu belegen. Dem Einwurse, daß M. de Leon seine Lehren aber vielleicht aus dem Sohar entnommen habe, halt der Vers. (S. 37) entgegen, daß bei genauer Vergleichung der Stellen sich ergebe, wie sie ״im Sohar aramäisch überseht, auseinander gerissen und nur lose verbunden seien, mit Weglassung der Redensarten, die dem Genius der hebr. Sprache augehören, während sie bei M. de Leon einen Zusammenhang haben und ein freies, schrift-. stellerisches Produciren verrathen." Hoffentlich wird der Vers, diese allcrdings noch näher Zu begründende Ansicht in seinem^ größerw Werke weiter ausführen und uns den festen Unterbau zeigen, worauf׳ dieser Schlußstein dann unverrückt wird stehen können. — Wenn nun aber einige der.Parallelstellen (namentlich die drei zuerst mitgetheilten S. 24 seq.) aus einer dem Sohar und dem Moses de Leon gemeinschaftlichen Quelle gefloffen wären? — Wenn der Verf. des Sohar etwa durch Anlehnung au die alte Mystik und an Persönlichkeiten der Tanaün sie noch mebr zu sublimiren suchte, während der Verf. des ס' לנפש ללכמל sie in populärerem Gewände darstcllte!? — Jedenfalls führen die von Hrn. Jellinek in dem genannte!: Schristchen und in den ״Beiträgen zur Geschichte der Kabbala" (1s. H. S. 16—45, Ls. H. S. 69 — 77) mit vielem Fleiße uiedergelegten Forschungen immer mehr zu der Gewißheit, daß der Sohar, wie er uns vorlicgt, vor dem 13. Jahrhundert noch nicht existirte. — Vielleicht dürste folgende Conjectur anch noch zur Bestätigung dieser Ansicht dienen. Chon'ner im אבק סופר Bl. 43 ist bereits sehr ungehalten über die Stelle des Sohar (Th. 3. BL 2313), worin ans die Feier des zweiten Neuiahrstages ein so außerordentlicher Werth gelegt wird; daselbst heißt es nämlich: ראלמלא ישתבח יחיראי יחריב עלמא וע״ר כתיב תרין זיטגין ויהי •היום ויהי חיום (במלכים ובאיוב• Ferner das. תבן דבר יום ביומו, יום ויומו מאי הוא? אלא חגי תרין יומין דר״ה