Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 11 (August 1852)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1852-08-01
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Neeenstonen und Anzeigen» Necenflonen und Anzeigen. m Moses ben Schem-—Tob de Leon und sein Verhaltniß zum So har. Eine historisch-kritische Untersuchung über die Entstehung des Sohar von Adolph Jellinek. Leipzig 1851. Heinrich Hunger. 53 S. Ferner: Beiträge zur Geschichte der Kabbala. Von Adolph Jellinek. Leipz. C. L. Fritzsche. 1852. 1s. Heft, IV und 80 S. — 2s. Heft, VIII und 82 S. und hebr. Anhang, betitelt ,,Texte zur Geschichte der Kabbala" XVII! S. — Seitdem die Kabbala nicht mehr wie Ln den vorigen Jahrhunderten in unbedingtem Glaubeu hingenommen wird, ist man fast zu einem ent-- gegengesetzten Extrem gelangt. Verehrte man früher die kabbalistischen Werke mit heiliger Scheu als Ausfluß des göttlichen Geistes, so hatte die ueuere Zeit es dahin gebracht, diese Schriften als wundersame Hirngespinnste einer?rankhasten Phantasie oder Productionen überspannter Schwärmerei gar nicht mehr ju beachten. Leone ®lobenefe, Jacob Emden, Rapoport, Zunz, M. H. Landauer, S. D. Ln z z atto u. A. haben allerdings das große Verdienst, auch dieses Gebiet mit der Fackel der Kritik allmählig beleuchtet zu haben; hierdurch ward erst der Standpunkt gewonnen, von wo aus ein sicherer Einblick in dies geheimnißvolle Land zu erlangen ist. Nun lag es aber in der Natur dieser Untersuchungen, das negative Element mehr vorherrschen zu lassen. Daß die vor uns liegenden kabbalistischen Urschriften weder so alt, noch von so hoher Autorität seien, als man vorgab, sollte nachgewiesen werden; es kam daher weniger darauf an, bei den vielen Schlacken auch auf die darin verborgen liegenden Schäle aufmerksam zu machen. Erst in neuester Zeit hat, in Folge einer von A. Frank in Paris verfaßten und vom Vers, der Heer angezeigten Schriften 1844 ins Deutsche übersetzten Schrift über die Kabbala, Herr Rabbiner Joel in Schwerseny es unternommen, eine wissenschaftliche Apologetik der kabbalistischen Lehren und Grundsätze unter dem Titel ״die Neligionsphilosophie des Sohar" zu schreiben, worüber ich mich bereits an einem andern Orte (Vorwort zu meiner Uebersetzung von Munkes Philosophie und philos. Schriftsteller der Juden S. V.) ausgesprochen habe. ׳ Herr Jellinek, der bereits viel Studien über die Kabbala gemacht hat, stehet hingegen auf ganz unbefangenem Standpunkte; er läugnet ihre Schwächen und Abnormitäten nicht, ist aber auch bemüht, manche gewichtige Wahrheiten derselben an das Licht zu ziehen und in philosophischem Gewände dem denkenden Leser vorzuführen. Diese Schriften Jellinek's, deren Titel