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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-07-01 · Heft 10 (Juli 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 10 (Juli 1852)
Article
[Rezension]
Date
1852-07-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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395 Necensioneu unt> Anzeigen. Verbot der Brautkränze nach diesem Polemos mit עיר של והב. Unmittelbar darauf erzählt Jeruschalmi die Anekdote: N. Ak'iba habe seine Frau eine עיר של והב tragen Lassen. Rührte nun dieses Verbot von Titus, von der Tempelzerstörung her, dann bliebe es unbegreiflich, wie R. Akiba es habe übertreten lassen!—Wir sind durch diese Mischna um eine zuverlässige Quelle zur jüdischen Nevolutionsgeschichte reicher. Vorübergehend wögen hier zwei Punkte bemerkt werden. Das Verbot, das Griechische zu erlernen, das an diesen Polemos geknüpft ist, scheint im Zusammenhänge mit diesem Aufstande und mit dem Ausgange desselben zu stehen; nur ist der Zusammenhang nicht klar2). — Ferner scheint es, daß der Ausgang des Aufstandes unter Quietus unglücklich gewesen sei, sonst wären die gehäuften Trauerzeichen nicht angeordnet worden. Dieses steht aber im Widerspruch mit andern Notizen, woraus hervorgeht, daß der Aufstand friedlich beigelegt wurde. Dafür spricht 1.) Hadrians Abneigung gegen einen Krieg überhaupt, und gegen einen jüdischen Krieg insbesondere, der bei dem Zusammenhalten der Juden sich über mehrere Provinzen erstreckt hätte. 2.) Die Nachricht des Midrasch: Hadrian habe Befehl zum Wiederaufbau des Tempels gegeben, die durch externe Quellen nur zu gut bestätigt ist, wie auch der Herr Vers, aufstellt. 3.) Die Nachricht des Epiphanius, Hadrian habe den Proselyten Akylas die Aufsicht über den Bau Jerusalems gegeben, das man nicht von dem Bau der Aelia Capitolina verstehen darf, wozu sich der fromme Akylas nicht hergegeben haben wird; auch war er nach Bethars Fall wohl nicht mehr am Leben. ■4.) Die Hadriausmünze mit den drei Knaben mit Palmzweigen, und der Umschrift ADEÜNTJ AUGusto JUDAEAE, die, wie auch der Herr Vers, annimmt, ein friedliches Verhältniß zwischen Hadrian und der jüdischen Nation andeutet. Die Ansicht des Herrn Vers., daß die drei Knaben mit Palmzweigen die drei Landeötheile Palästinas bedeuten, ist eine wohlbegründete, und auch die übrigen Sym- 2) Ueberhaupt verdient das Verbot שלא ילמד אדם את בנו חכמת יונית eine kritische Untersuchung. Die Frage der תוספות, daß dieses Verbot schon während des Bruderkrieges angeordnet sei, haben dieselben unerledigt gelassen. Noch schwieriger ist, warum der Talmud nicht selbst die Frage über das Doppelverbot aufwirst, obwohl er eine Seüenftage behandelt: וחכמת יונית מי אסירה! Aus Naschi Sata Ende zu פולמוס של טיטוס, sowie aus Tosafot Baba Kama 82 scheint, daß man schon früh die zwei Thatsachen verwechselt hat. Auch der Talmud, der die Beraita כשצרו zu פולמוס של טימום heranbriugt, scheint sie, wenn nicht identisicirt, doch zusammengestellt zu haben. Es folgt daraus, daß in jedem der beiden Nachrichten etwas Aehnliches vorkam. Wie sie uns aber jetzt vorliegen, scheinen die Traditionen des פולמוס של טיטום und des הורקבוס ואריסטובלם in einander geflossen zu sein. Die beiden ארור müssen gesondert und vertheilt werden. 30

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