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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-06-01 · Heft 9 (Juni 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 9 (Juni 1852)
Article
[Rezension]
Date
1852-06-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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358 Reeenflonen und Anzeigen. Jochan. die Mischna erklärt und im j. T. die Erklärung nicht angeführt wird: wie viele Mischna bedürfen der Erklärung (vgl. Chagiga 1, 3. Rosch Haschana 4, 1 it.a) und der j.T. gibt sie nicht! Und warum schick- Len nicht die bab. Lehrer/die doch die Superiorität der Palästiner anerkannten, nach Palästina um sich von dort die Erklärung schwieriger Mischnajot zu erholen? Nef. hofft in den ferneren Aussätzen über den jer. T. manchen Aufschluß über die Redaction dieses Talmuds zu geben und zugleich darzuihun, daß die'Palästiner ihr Verhältniß zu den Tannaiten nicht in solcher Abhängigkeit betrachteten wie die bab. Autoren. Der bab. T. hält fest daran, daß kein späterer Autor, von Rab abwärts, eine Meinung gegen einen Tannai ausstellen darf; und wo sich ein solcher Widerspruch sindet, da wird die spätere Meinung mit einem tfrOITi verworfen. Der j. T. versucht ebenfalls nach' allen Kräften den Ausgleich; man findet aber zuweilen daß es nicht gelingen will, und es erfolgt dennoch nicht eine gänzliche Abweisung. Der b. T. erklärt ferner die Meinungen durch Deutungen der Schrift, die sich bis auf die einzelnsten Buchstaben erstrecken, vgl. הוא ההוא ,עבי העבר und dgl. m.; der j. T. gehet hierauf nicht ein. Darum betrachteten sich die babyl. Autoren nur als Erklärer, sowohl der Schrift als der früheren Autoren und wurden אמודאי genannt, während der j. T. diese Benennung, wie Herr R. bemerkt, kaum kennt. Auch über die Zeit der Akademien zu Babylon drängt sich Nef. eine andere Ansicht als die von Herrn R. ausgestellte aus. Es hat sich hierüber ein unerquicklicher und unwürdiger Streit erhoben, der den berühmten Herrn Verfasser nicht im mindesten berührt. Wir sehen daher hiervon ganz ab und versetzen uns auf den Standpunkt der Wissenschaft. Es gehet aus vielen Stellen hervor, daß Beraitot zu Babylon verfaßt wurden. Rab wird nicht nur in Beraitot, nach dem Zeugnisse des R. Hai (Aruch v. רב) neben anderen Tannalm unter dem Namen ד׳ אבא (Berachot 493, Schabbat 1351)0) angeführt, — dieses könnte vielleicht ein späterer Zusatz sein — sondern es findet sich auch Ketubot 813 eine vollständige Beraita unter dem Namen dieses ד' אבא Rab. Diese Beraita ist babylonisch. Die Palästiner stellten nicht Rab als Tannai auf; sie gehört zwar der später» Zeit an, allein wären nicht schon früher in Babylon Beraitot verfaßt worden, wie würde man nun mit einer Beraita hervorgetreten sein? Etwa aus Hochachtung gegen Rab, dem seine Schüler eine Stelle als Tannai in einer Beraita vindiciren wollten? Aber dann müßten sich doch viele 6) In unseren Ausgaben ist an letzterer Stelle ד חמא. N. I. Pick hat dieses nicht angemerkt.

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