Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 9 (Juni 1852)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1852-06-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
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m Mensionewund Anzeigen. ursprünglich) פמד und ^פמה^ für ״Verabschiedung" gebraucht. — Wir werden weiter noch hieraus zurückkommen, und wenden uns zu der Behauptung des Herrn 9t., daß man zu der Hastara aus den Propheten * nur einen Gelehrten gerufen. Der berühmte Herr Verfasser ist hier etwas dunkel und es scheint, daß Manches ausgefallen: an den von Herrn R. selbst citirten Stellen erweist sich gerade das Gegentheil seiner Behauptung. Die Mischna Megilla 24. erlaubt, daß ein Kind (pp) die Haftara verlese, und der Talmud erklärt (das.) daß man den zur Hastara Gerufenen manche EhrenfuneLion einräumte משום כבוד, weil er durch das Gerusenwerden zur Hastara sich etwas verletzt fühlen könnte. Die Hinweisung des Herrn R. (*3 § אפטח) auf die Erzählung des N. Nathan Hababli ist nicht schlagend: 9t. Nathan referirt nur über das was ausnahmsweise bei der Einsetzung des Nesch Valuta vorging: wo Große ihre Herrlichkeit entfalten ist auch eine kleine Aufmerksamkeit Bevorzugung. — Was nun ferner die Zusätze bei dem Targum zu Propheten anbelangt, so beweisen sie nur daß die Meturgemanim diese Stellen paraphrasirten, und diese Paraphrasen sich für die eigentliche Uebersetzung eindrängten und sie verdrängten. Ist doch auch Aehnliches bei Onkelos Genes. 49 wahrzunehmen! Keineswegs aber ging das Targum zu den Propheten aus diesen Paraphrasen hervor, denn ist auch wie Herr N. tz 4 als Beweis anführt, die Paraphrase an mancher Stelle so mit der Uebersetzung verwachsen, daß sie von ihr gar nicht getrennt werden kann, so würde dieses nur daraus Hinweisen, daß die Paraphrase die ursprüngliche Uebersetzung aus ihre Weise verarbeitet, d. i. paraphrasirt haben. Zeigt sich doch auch ein ähnliches Verhältniß des Jonathan zum Pentateuch zu Onkelos (vgl. Frankel Zeitschr. für die relig. Int. des Judenth. Jahrg. 3 S. 117. 118. vgl. auch Zunz Gottesdienst Dort. S. 79 über das Targum jerusch, zu den Haftarot). Wir fahren nun fort im Bericht über den Artikel ־»אפטרתא Herr R. weiset die Annahme, daß die Haftarot sich aus der Zeit der Verfolgung des Antiochus herschreibe, vollständig zurück, und will daß die Haftarot aus den Propheten ursprünglich die Bestimmung gehabt haben, dem Volke Morallehren (דברי תוכחה) zu ertheilen. Herr R. gehet dann weiter auf die Haftarot zum Abendgebete des שכת (Schabbat 249) ein: und kommt zu der Bemerkung, daß die פתח im Midrasch rabba sich größtenteils auf Stellen in den Hagiographen bezie- Heu, woraus er schließt, daß die Haftarot beim Minchagebet aus den Hagiographen, die nach Schabbat 116 b um diese Zeit gelesen wurden, entlehnt waren. Der Herr Vers, gehet dann weiter auf eine Kritik des Textes des Midrasch rab. über, weiset nach die eigentlichen Perekabtheilungen und Citate, und läßt sich dann ausführlich aus Tanchuma