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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-06-01 · Heft 9 (Juni 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 9 (Juni 1852)
Article
[Rezension]
Date
1852-06-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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Reeensionen und Anzeigen. 381 echtheit mancher talm. Agadot. Die Annahme späterer hagadischer Einschiebungen ist um so unbedenklicher als man doch selbst spätere halachische Zusätze findet (vgl. Cholin 55 und Bet Joseph Jore Dea 6. 33. Schabbat 95 והאירנא רסמרא לן כר״ש• Kidduschin 43 b והשתא דתקינו רבנן שבועת היסח u. a. m. vgl. auch weiter S.357): nur ist kaum noch die Untersuchung kritisch begonnen, wann der Tatmud geschloffen wurde. Bemerkt möge noch werden, daß diese apokryphischen Hagadot gewöhnlich ein stark westaramäifches Sprachcolorit haben. — Beachtung verdient auch die Bemerkung über die Erzählung der Geburt Samuels bei Halachot Gedolot. Der Herr Vers, meint, daß derartige Erzählungen von antitalmudisch Gesinnten erfunden und verbreitet worden seien, und durch die Schüler des erblindeten Versaffers der Halach. Gedol. Aufnahme gesunden. Wir bemerken hierzu nur, daß Tosasot Kidduschin 73 a auf diese Erzählung kurz als auf im jer. Talmud sich findend hinweist: und ebenso führt R. Ascher das. den די" ג mit den Schlußworten an: בראיתא בירושלמי. Diese zwei letzten Worte fehlen in der Wienerausgabe des 1810) ה־׳ג. Die Venetianer Ausgabe von 1548 liegt uns nicht vor)?, und Herr 9t. scheint hierdurch die ganze. Erzählung dem בה״ג oder dessen Schülern beilegen zu wollen. Unstreitig hat die umständliche abgeschmackte Erzählung bei )"ה Manches was eine spätere Zeit verräth; ob aber das ursprünglich Kurze, wie es Tosasot und 9t. Ascher haben nicht aus früherer Zeit herrühre, bleibt zu beweisen. (Der Herr Verf. verspricht den Nachweis in seinem ״Ansche Schem" zu liefern.) Herr N. schreibt (§ 7) auch die Agadot über sympathetische Curen und dgl. der spätern Zeit zu: er nimmt Agada in dem gang und gäbe gewordenen Begriff, nach welchem, was nicht zur Halacha gehört, zu der Agada gerechnet wird. Der Herr Verf. sucht nun scharfsinnig nachzuweisen, daß diese Agadot erst von R. Aschi und Rabbina gesammelt wurde. (Nur hätte der hochverehrte Herr 9t. den Beweis aus Gittin 69 a können unberührt lassen. Wenn dort R. Aschi auf eine aufgeworfene Frage aus einer Mischna antwortet: אימל איתמוחי וכך׳ so beweiset dieses keineswegs daß er der Autor der frühem Stelle sei, sondern ist dieses, wie Jedermann bekannt, die gewöhnliche Redeweise: ״so kann ich sagen" soviel als ״kann man sagen/') Viel ist jedoch für das Ganze nicht gewonnen: für mehrere dieser Euren werden auch frühere Autoren angeführt. Vgl. Schabbat 66. Hier wäre überhaupt mehr die Frage zu berühren, warum man derartige s. g. Agadot und noch dazu in solchem Umfange ausgenommen. Die Antwort, daß dieses wieder durch R. Jehudäi, den Vers, der ה״ג oder seine Schüler gekommen befriedigt nicht: einer Hypothese darf, wenn sie fich auch an

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