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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-06-01 · Heft 9 (Juni 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 9 (Juni 1852)
Article
[Rezension]
Date
1852-06-01
Page
[Seite] (sequence 8)
Language
German
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350 Reeensionen und Anzeigen. die religiös-moralische Erklärung der Bibelverse oder die Anwendung dieser zu religiösen oder moralischen Zwecken umfaßt zu haben: daher wird mancher Lehrer um eine Erklärung einer bibl. Stelle angegangen, ״weil man von ihm gehört, daß er ein בעל אגרה sei" (vgl. Beresch. rab. 6. 1. und sonst). Diese Agada mochte auch, da sie Schrifterklärung war, manches halachische Element bieten oder mochte aus ihr durch Deduetiön manche Halacha abgeleitet werden: daher bedurfte es der Regel: אין למידין לא ■מן ההלכות ולא מן ההגדות (jeruf. Pea. zu Ende). — Selbst die ethischen Sprüche findet man im Talmud nicht unter Agada begriffen; daher סולו דאבות und nicht אגדה דאבות. — Wenn also ליב״ל sich Manches über Geburtstage (Konstellation) in seiner Schreibtafel (פנקסיה) verzeichnet (Schabb. 156), so gehört dieses nicht zur Agada (wie Herr N. §2 meint), sondern ist eine an sich ganz indifferente Sache. — Herr 01. gibt ferner an (das.), daß man in den agadischen Büchern auch manche Fremdwörter verzeichnet habe: dieser bediente man sich beim Vorträge, um die Aufmerksamkeit des Lesers zu erregen. Dieses Mittel scheint etwas befremdend: die Beispiele die Herr R. aus Beresch. rab. 6. 58 und Hohel. ansührt, sind sachlicher und nicht sprachlicher Natur. Auch die Aufzeichnungen Cholin 605 scheinen ganz zu andern Zwecken. Die dortigen קניגי ובליסטלי sind wie bekannt griechisch und lateinisch, Sprachen die man in Babylon nicht verstand. Daher empfahl der dort erwähnte babylonische Autor (ל׳הסלא) seinem babylonischen Schüler, daß er diese Agada eines palästinischen Lehrers, der sich dieser Wörter als in Palästina leicht verstandlich bedient hatte, mit den eigenen Worten des Autors (eine Norm die stets beobachtet wurde), aufschreibe und die Erklärung des קניגי u. s. w. hinzusüge (vgl. auch Naschi das.). Dieses gilt auch von dem dortigen ארונקי (nach unserer Leseart): Dieses scheint ein späteres corrumpirtes griechisches Wort: riQcovwoC von 7}Q0)gj ^Qooxog: Der daselbst angeführte Spruch war ebenfalls von einem paläst. (also des Griechischen kundigen) Autor ansgegangen; und der babyl. לב הסדא empfahl nun wieder seinem Schüler, daß er diese Agada mit dem fremden Worte und dessen Erklärung aufschreibe. — Ist die dortige Leseart אגלתך, wie -sie auch Aruch v. אדנלקי neben אגרתך anführt, so beweiset dieses noch weniger für Herrn N.: Derselbe nimmt zwar die Leseart אגרתך an und beruft sich auf ע' ארנרקי כפי &י' תאמתי של ר״מ הדרשן; allein wie es scheint gehört das dortige ויש ששוני[ ובל ebenfalls ר"מ הדרשן an: in jedem Falle aber hat auch das אגלתך eine Berechtigung. Doch wir gehen über diese kontroverse als minder bedeutend weg und freueü uüs des Nachweises des Herrn Verf. (§ 6) über die 11n-

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