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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-06-01 · Heft 9 (Juni 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 9 (Juni 1852)
Article
[Rezension]
Date
1852-06-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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348 Reeensionen und Anzeigen. Gehen wir nun zu dem חינם über. Ein solcher befindet sich zuerst notorisch unter 91. Simon, Sohn des N. Gamaliel des Jüngern; 'ר מאיל wird zuerst (Horajot das.) als הכם genannt (zu derselben Zeit wo ר׳נתן als אב״ך genannt wird). Nach der oben aufgestellten Vermuthung war schon unter N. Gamaliel dem Jüngern die Chachamwürde eingeführt worden und wurde sie von 91. Josua bekleidet. N. Meter ragte in jedem Zweige, in Criminal-, Civil- und EherecbL, in Fragen über Opfer u. s. w. nicht minder wie im Rituellen (איסור והיתד) hervor; und Aehnliches findet sich auch in N. Josua; daher noch weniger Grund den הכם auf איסוד והיתד zu beschränken. הכם scheint vielmehr durch ״Referent", ״Berichterstatter" erklärt werden zu müssen: ihm lag ob den in Frage stehenden Gegenstand nach allen Seiten zu erwägen und ihn dann reserirend zur Discussion zu bringen. So findet sich ein genügender Aufschluß über das הלכה כד"מ כנודותיו: der Referent mußte natürlich alle Seiten des Gegenstandes bis nach seinen entferntesten Auslaufen in Betracht ziehen. Darum aber auch wie Scheeltot (vgl. Tosasot Jebamot 37a und sonst) bemerkt, סודותיו ולא בקנסלתיו; denn in Einführung von Strafen konnte dem Referenten kein Vorrecht zugestanden werden. — Auch stimmt mit dieser.Eigenschaft das הכם als Referenten überein, was (Erubin 13) dem R. Mel'r nachgerühmt wird: ״Seine Collegen vermochten nicht seine Ansichten nach ihrer Tiefe zu erfassen; er erklärte das für unrein Gehaltene rein und führte hierfür Gründe an, und rungekehrt." Ganz dem scharfsinnigen Berichterstatter angemessen. Vgl. auch was ihm ferner (daselbst) nachgerühmt wird: ״Er habe Mei'r (der Leuchtende) geheißen, weil er die Augen der Weisen in der Halacha erleuchtet." Unter R. Jehuda Hannasi, dem Sohne des R. Simon ben Gamaliel, findet man weder einen אב''ד noch einen הכם (es sei denn, daß R. Jsmael ben Jose und R. Chija diese Würde bekleidet, wovon aber nirgends eine Spur): es scheint, daß die hervorragende Persönlichkeit des R. Jehuda diese Würden in sich vereinigt. Bei seinem Tode wünschte er sie jedoch wieder hergestellt; vermuthlich hatte er erkannt (woraus auch Ketübot 103 leitet), daß sein ihm im Nasiat folgender Sohn R. Gamaliel für die Vereinigung dieser Würden in sich zu schwach sei. Daher befahl er sterbend: ״mein Sohn Simon sei Chacham:" (dieses scheint die richtige Auffassung von dem Ketubot 1. I. angeführten שמעון בני הכם; und hierzu, da הכם Referent, der auf den Gegengenstand tief eingehende Berichterstatter, ganz passend das dortige מסד לו סדדי הכמה. Der Talmud erklärt das. שמעון בני הכם anders, aber wie es scheint nicht genügend). Ferner: mein Sohn Gamaliel sei Nasi"; (Gamaliel war der älteste Sohn, darum ihm das Nafiat; ob-

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