Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 8 (Mai 1852)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1852-05-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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Reeensionen und?Anzeigen. 305 füd. Philosopie e.ristirt nicht" (S. 7) nicht begründet; und weiset. Herr B. init Recht (S. 55) hiervon das Gegeuthcil nach. Den eigentlichen Ausgangspunkt für die Forschung findet Herr M. m der Zeit des zweiten Tempels, und gehet hinab bis auf das Ende des 15. Jahrhunderts. Herr B. ziehet sie (S. 85 ff.) noch weiter hinab, und sehr bemerkenswert!) sind auch seine Worte über Spinoza (S. 87). ״— Es würde die Grenze einer Anzeige überschreiten, wollten wir was von Autor und Ucberscher geleistet wurde hier wiedergeben: dieses Buch nietet auf jeder Seite Treffliches uub muß gelesen werden. Nur einige kurze Bemerkungen wollen wir uns gestatten. Herr 9JL gedenkt (S.;)) der Essäer, von denen man jedoch, wie er berichtet, ״nichts mehr weiß als daß sie aus Engelnamen großen Werth legten und besondere Lehrflitze [;alten", Von den. Pharisäern weiß man mit Bestimmtheit, daß sie sich mit Metaphysik (מעשה מרכבה) beschäftigten: wie weit diese Speculation ging und welchen Beisatz von Theosophie sie hatten ist zwar nicht zu. ermitteln , hätte aber jedenfalls eine Erwähnung verdient. — Herr B. nimmt Gelegenheit (S. -Hm über das Alter des Systems der Anlehnung an die Schrift Zu sprechen, und meint dass der alte, Lhagiga 2, 2. angeführte Meinungsstreit über לסמוך ושלא לסמוך hierher zu beziehen sei. Da jedoch die Mischna noch nicht den Begriff, und-Ansdruck אסמכחא wie ihn der bab. Talmud hat kennt, das 2, 8 daselbst angeführte ישלחן על מלן שיפמוכו aber eine andere Bedeutung hat, so dürste dieser an sich allerdings geistreichen Eombination nicht bekzustimmen sein. —- Auch was Herr B. (S. 48 ff.) über den.EssäismuS des N. Elieser ben Jose und R. Menachem ben Jost anführt, ist zu bezweifeln. So wenn z° B. R. Elieser Rosch Haschana von Waiikin erzählt so ist, wenn auch unter Waiikin Essäer zu verstehen sind, noch nichts für .den Erzähler hieraus zu folgern. Dieses gilt auch von .Nedarim 81. wo N- Menachem seinen Vater vertheidigt, woraus höchstens zu schließen wäre, daß N. Jose ein Essäer war, aber nicht 0?. M.enachemfl (Etwas dunkel führt Herr B? diese Stelle Nedarim in den Worten an ״ daß die Reinigung der Gewänder in Collisionsfällen selbst der Lebenserhaltung Anderer vorgehe." Die Beraita das. 80. bespricht ein rechtliches Verhältniß. Es fließt an einer Stadt ein Bach der sparsames Wasser hat vorüber, so daß wenn die Bewohner dieser Stadt auch ihren Bedarf an Wasser für Reinigung der Gewänder aus diesem Bache holen wollten, die weiter unten an diesem Bache liegende Stadt kein Trinkwasser hätte. ׳ N. Jost gestehet diesen Stadtbewohnern das Recht für die Reinigung ff. zu, und dt Menachem erklärt, weil diese Reinigung ebenfalls ein LebenSbedürsniß sei). — S. 5 gehet Herr M. zu den Alexandrinern über, und meint daß der Geschmack an philoso-