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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-05-01 · Heft 8 (Mai 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 8 (Mai 1852)
Article
[Rezension]
Date
1852-05-01
Page
[Seite] (sequence 2)
Language
German
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304 Otemtftoitm mrd Anzeigen. ״Philosophie der Juden", so kann die Forschung hier nur die Ausgäbe sich zum Ziele setzen, wie die Juden als solche, d. i. in der Osfenbarung stehend, die Resultate des metaphysischen (absoluten) Denkens in ihr Bereich zogen, wie sie entweder auf dem Wege der Speeulatiou dahin zu gelangen suchten )00 sie durch die Offenbarung standen, oder durch die Speeulatiou manchen neuen Begriff über die Offenbarung zu erlangen strebten. Es kann daher von einer Mathematik, Medicin u. s. w. der Juden nicht die Rede sein; denn zu diesen Wissenschaften stehet der Jude nur in der Beziehung in der sich jeder Denker zu ihneu befindet: die Mathematik u. s. w. der Juden kann keine andere als die allgemeine des menschlichen Denkens und Forschens sein. Hingegen hat ״Philosophie der Juden" eine tiefe Bedeutung, da durch ״Offenbarung" wenn nicht der Gegensatz zur Philosophie, doch schon von vorn herein ein die freie Entfaltung der Philosophie bindendes Agens gesetzt ist. Innerhalb dieses Kreises nun hat sich eine Speculaiion entwickelt, die sich bis an die äußersten Grenzen wagte und zuweilen nahe daran war, die Sphäre der Offenbarung zu überschreiten, durch die angeborene Hochachtung vor dem Glauben jedoch wieder größtentheils zur Besinnung kam. Und hierin liegt die ewige unversiegbare Kraft des Glaubens des Jude!), daß er von den äußersten Enden der Speeulatiou wieder zürn Glauben zurückkehren kann, die Resultate, die er dort erlangt hat, sich mit dem Glauben anssöhuen: sowie er im Gegentheile, da er bei seinem Speculiren von einem vornünstigen Glauben den Ausgangspunkt nimmt, nicht in jene bodenlose Tiefe Mt in der das Göttliche untergehet uui> bereu Gewässer nur die Selbstvergötterung auf ihrer Oberfläche tragen. Daher ist dem Herrn Uebersetzer S. 90 beizustimmen, daß ״den Juden wohl in der inneren Geschichte, in der Behandlung des Kernes der Philosophie eine Hauptrolle beschieden sei", und ist deffen fernere Bemerkung daselbst ungemein beachtenSwerth. — Wenn nun aber Herr M. (S. 38) behauptet ״die Inden spielen in der Philosophie nur eine secundäre Rolle", und ihnen nur das Verdienst zuschreibt ״die philosophische Wiffenschaft während der Jahrhnnderte der Barbarei erhalten und verbreitet zu haben", so ist zu erwägen, daß Herr M. seine Schrift nicht ״die -Philosophie der Juden", sondern ״die Philosophie bei den Juden" betitelt: von der Philosophie an sich also, der absolute!) Speeulatiou ausging und sich zum Vorwürfe setzte wie diese Lei den Juden gepflegt wurde; seine Abhandlung ist daher eigentlich ein Beitrag zur Geschichte der Philosophie, nicht zur Religionsgeschichte, sie hat die Tendenz das darzuthun was z. B. eine Geschichte der Mathematik bei den Juden sich zum Ziele setzen würde. Hingegen scheint die Behauptung des Herrn M. ״eine

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