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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-05-01 · Heft 8 (Mai 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 8 (Mai 1852)
Article
Bilder aus dem Leben und Wirken der Rabbinen
Date
1852-05-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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28b Bilder <111$ dem Leben und Wirken der Rabbiner. Schule, trotz seiner vielen Tugenden eine unbesiegbare Härte in Befolgung seiner sammaztischrn Lehren hatte, deren Gewalt eben zu Gunsten der Einheit unter dem Rast und dessen Synedrium gebrochen werden mußte. Wie R. Gamaliel diesen harten Kampf, der nicht seiner Person, sondern seiner Stellung, der Würde der obersten Religionsbehörde und der Einheit Israelis galt, bestanden, was er dabei hat über sich ergehen lassen müssen, und welchen falschen Urtheilen er darum ausgesetzt war, werden wir auseinandersetzen, nachdem wir aus gesammelten Notizen von und über ihn ein Bild seines Charakters überhaupt zu entwerfen versucht, und dadurch einen Haltpunkt für die Beurtheilung seiner Wirksamkeit als Nass, R. Elieser und R. Josua gegenüber, gewonnen haben werden. So streng uns R. Gamaliel als Nast erscheinen wird, so verläugnet er in seinem Privatleben keincswcges, daß er ein Nachkomme Hillels und Schüler des liebreichen R. Jochanan ben Saccai war°). In seinem Hause wurden selbst die Sclaven, wenn sie sich würdig zeigten, als Familienglieder mit Vertraulichkeit und Mebe behandelt. So wird (Berachot 16, 2) gelehrt: ״Knechte ^und Mägde benenne man nicht mit der Anrede אמא ,אבא. (Zeichen der Vertraulichkeit, wie etwa unser: Väterchen, Mütterchen)^. Im Hause des R. Gamaliel jedoch nannte man sie mit jenen freundlichen Namen, weil sie sich würdig zeigten 6 7 8). Er behandelte seineu treuen Diener Tobias überhaupt wie einen Freien; er ließ ihn die Tesillin anlegen, (wovon die Sclaven, als einem an eine bestimmte Zeit gebundenen Gebote, frei waren und daher es nicht 6) Vgl. Baba Batra 10. Dem R. Joch, verdankte auch N. Gamal, seine Erhaltung nach dem Falle Jerusalems durch Titus, da durch die Theilnahme seines Vaters am Aufstande dessen Haus in Ungnade des Vcspasian gefalle» war. Vielleicht hat auch gl. Gamal, deßhalb, als er sein Nasiamt antrat, noch die besondere Bestätigung des Titus oder des Domitian nachsuchen müssen, was uns in Uckusol 7, 7: 'ומעשה בד גמליאל שהלך לטול רשות מהגמון בסורי ^angedeutet scheint. In Synhedr, 11 heißt es שלטון für הגמון. Es mag dies der Procurator von Syrien gewesen fein. 7) Bei Diesem und Folgendem muß man den höchst vernachläsflgten sittlischen Standpunkt der Sclaven im Allgemeinen im Auge haben, denen Unzucht, Diebstahl u. s. w. etwas Gewöhnliches war, wie es in Abot heißt: Je mehr Sclaven, desto mehr Raub; je mehr Mägde, desto mehr Unzucht. Daher sie im Allgemeinen de» בשריבו als פריצים entgegengesetzt und niedrig gestellt sind. 8) Wir glauben, daß von dieser im Hause des 8t. G. üblichen Benennung auch dem Namen der Schwester des A. G., Gattin des 8t. Elieser, אמא vorgesetzt wurde und ihr eigentlicher Name Salome war, daher אמא שלום ltob» Mezia 591),

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