Mannheim
Compact Memory

Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-04-01 · Heft 7 (April 1852) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 7 (April 1852)
Article
Einiges zur Forschung über den Oniastempel
Date
1852-04-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
Belongs to
article
OCR quality
92% known words query
IRI
…/2829132-2829133-2829141-2851787--00349-2851831
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

276 Wissenschaftliche Aufsätze. interpellirt sein kann nicht von Gewicht, da Jesaias weit später als der Pentateuch und vielleicht zu Leontopolis selbst , übersetzt wurde. — BedeuLungsvolter wäre der Nachweis, daß in der Septuaginta ginn Pentateuch Beziehllngen zum Oniastempel hervortretcn. Ich habe in meiner Schrift ״Ueber den Einfluß ff/' (S. 157) aus den alten, schon von Philo gekannten Zusatz Levit. 24, 7 vmX lila aufmerksam gemacht. Die Schrift hebt ״Salz" bei keinem Opfer besnders hervor, da schon Levit. Z, -13 die Vorschrift erfolgte, daß zu allen Opfern Salz zu bringen sei: und auch die Halacha (Menachot.20) legt nicht besonderes Gewicht ans Salz bei den Schaubroden. Allein die Halacha hat wie bekannt, eine Opferung bei den Schaubroden (der Weihrauch je am andern Sabbat, wenn die alten Brode weggenommen wurden): und hierdurch ist von selbst nach Lev. 2, 13 involvirt, daß zu denen Brod Salz komme. Die Septuaginta aber weiß nichts von einer Opferung bei den Schaubroden; 24, 7 ist אשת mt.moxsfpeva nicht wie sonst attenhalben mit S'vafa übersetzt: also nur ein Einlegen, und daher mußte hier ausdrücklich äla hinzugefügt werden. Aber woher war denn Verteilten bekannt, daß Salz zu den Schaubroden genommen wurde? Etwa aus dem in. dem Tempel zu Jerusalem üblichen Branche? Aber dann würde er auch für ,אשד■ die gewöhnliche Deutung gesunden, xmb nicht TTQoxttpwa gegeben haben! Beides sowohl x. äla als Tryoxd^zva scheint aus dem nn Oniastempet,Gebräuchlichen abgeholi. — Hieraus würde sich auch ergeben, daß der OmaStempel nicht nur wie Joseph. (Jud. Krieg a.a.O.) berichtet,-hinsichtlich der Einrichtung wie die des Leuchters — welches aus Mangel an Mitteln herrühren mochte,— sondern was noch wichtiger, nach im Ritus von dem jerusalem. Tempel abwich: und wenn manche palästinische Lehrer dem Oniastempel Nachsicht angedeihen ließen*), so scheint, daß man in Palästina eine umfassende Bekanntschaft mit diesem Tempel nicht gehabt habe. Doch ist auch aus diese Stelle, zumal da sie erst interpretirt werden muß, cm entscheidendes Gewicht nicht zu legen. . Hier kommt noch hinzu, daß sie einen Zusatz enthält; und jeder Zusatz ist verdächtig, da er auch von späterer Hand ansgegangen sein kann. Mehr dürste solgende Stelle für sich haben, die fast offenbar eine günstige Wendung für den Oniastempel beabsichtigt. Deuteron. 12, 5 heißt es: כי אם אל המקום אשר יבחר ה׳ אלקיכם מכל שבטיכם לשום את שמו שם לשכנו תדרשו וכי und nur dahin seien die Opfer zu bringen. In dieser Stelle liegt nun ein direetes Verbot des Oniastempel: und sehr interessant wäre die Auskunft, wie die Oniaspriester die Worte: ״nur der Ort den der Ewige euer Gott erwählen'ward aus allen euren Stämmen" deuteten. Wie überraschend ist nun aber die'Nebersetzuug

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.