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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-04-01 · Heft 7 (April 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 7 (April 1852)
Article
Einiges zur Forschung über den Oniastempel
Date
1852-04-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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275 sich davon dispensirte. Eber wäre hierin eine.Auskunft zu finden, daß nur ein Theil der Alexandriner das halbe Schekel nach Jerusalem, ein anderen TlM aber es nach dem Oniastempel sandte. In Philo würden wir nun den Repräsentanten der Verehrer des jerusal. Tempels, der auch düse- Abgabe dahin brachte, erblicken; und in der That scheint mlch Philo nur mit Verachtung von Leontopoüschen Hohenpriestern zu sprechen, er nennt sie ״einen falschen Namen sich anmaßende (pseudonyme) Hohepriester"$), aber diese Ansicht mochte nicht von allen Juden Alexandrieks getheilt worden sein. War doch selbst in Palästina der Oniastempel nicht so sehr verpönt; und es gingen sogar einst bei einem in Palästina ausgebrochenen Bürgerkriege viele angesehene Juden nach Egypten, um im Oniastempel das Pesachlamm zu opfern^). Von Wichtigkeit dürste hier vorzüglich die Untersuchung über das VerlMniß der Septuagiata zum Oniastempel sein, ob sich nämlich in ihr Hindeutungen auf diesen -Tempel finden. Bekannt ist daß Jes. 19,18 עיר חחרס mit nobg E^k-f wiedergegeben ist: also als wäre עירי הצדק, und wurde dieses von den Exegesen mit Leontopolis, woselbstder Oniastempel stand, in Verbindung gebracht. Der Name עיף הצדק scheint auch hier aus besonderer Absicht gewählt, da Jes. 1, 26 die Verheißung für Zion sagt, cs wird einst genannt werden עיר הצדק׳. ™ Jndeß ist diese einzelne Stelle, die Leicht auch von späterer Hand römischen Dekrets, wo die Landesbchörden die Aebersendung zu verhindern suchten, in Alexandrien mochten die Juden hierin von jeher unbeirrt geblieben sein. Mehr dürste das erstere Bedenken für sich haben: und anzunehmen, daß deßhalb Alexandrien übergangen wurde, weil ein bedeutender Theit der dortigen Juden das jährliche halbe Schekel gar nicht entrichtet, dürste ganz unzulässig sein, da wie aus Josephus (ä. a. O. und sonst) zu ersehen, diese Abgabe auch bei den in den entlegenflen Ländern wohnenden Juden in großen: Ansehen stand und Niemand 8) Vgl. die in der Schrift ״lieber den Einfluß der paläst. Exegese" angeführte Stelle aus .60 Sacrif. 843. Er erklärt Lev. 4, 3 w<jt€ jov laov ä- (AOLQ-tjuv (לאשמת העם), fidvov ovz ttvadtdäßxm', on o 7rqog ä%vj~ ■d'Biav xat [11} iff svdtuvvfto g a^ho^og djAagvrjfidnov fonv• Das Weitere über dieses 1psvd\uvv^og] habe ich das. besprochen. 9) So glaube ich es a. a. O. Anmerk, aus Joseph. AlLerth. 14, 2. 1 nachgewiesen zu haben. — Joseph selbst verdammt Alterth. 13, 3. 1 ff. -en Oniastempel und Läßt durch blicken, daß die Deutung der Jesaianischen Weissagung ,19, 18. 19 aus diesen Tempel eine unrichtige sei; doch Jüd. Krieg 7, 10. 3 berichtet er ohne Bedenken, dieser Tempel sei von Jesaias prophezeiet worden. Auch Menachot 109 beziehet N. Josua diese Prophezeiung auf den Oniastempel; doch ist j. Joma genauer: für 'שגא des ö. Talmud heißt eS וקרא עליו Ontas nämlich sagt, daß Jes.!8. 19׳ sich auf diesenJoman beruftndnnckel, M-natSschrtste I. 21

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