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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-03-01 · Heft 6 (März 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 6 (März 1852)
Article
Briefe aus Paris
Date
1852-03-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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IRI
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©tiefe aus Paris. m und versiegelten, das Haus mit dem Stadtsiegel, das sie behufs dieser That auf einige Stunden entwendet, und so ihr Leben aufs Spiel gesetzt hatten. Tags darauf erschien, seinem Beschlüsse gemäß, der Gemeinderath mit unfern beiden jüdischen Zaeobinern, die nicht die mindest Heftigen zu sein schienen. —- Als im Verlaufe des ersten schlesischen Krieges der dermalige Rabbiner zu Metz gestorben, und die Gemeinde zu dessen Nachfolger den in Prag sich befindenden berühmten R. Zon. Eibenschütz erwählt hatte, schrieben die Vorsteher an den Karoebal Bjelisle, der ehemals Goilverneur von Metz gewesen und damals eben Prag eingeschlossen hatte, mit der Bitte, er möchte zu den vielen Diensten, die seine Güte der Metzer Judengemeinde erwiesen hatte, doch auch diesen hinzufügen, ieneu berühmten Gelehrten aus der belagerten Stadt zu verlangen, und bei der Unsicherheit der Straßen, ihn nach Metz geleiten zu lassen. Der Mareclial willigte unmittelbar ein, ließ den alten Talmudisten verlangen und schickte ihn, von einem Husaren-Piket eskortirt, unversehrt und wohlbehalten seiner lieben Gemeinde Metz. -— So standen die jüdischen Einwohner dieser Stadt mit den Obrig- Leiten nicht minder wie mit den übrigen christlichen Bürgern des Ortes in gutem Einvernehmen, was zum Theil ihrer unbescholtenen Rechtlichkeit, zum Theil aber auch ihrem relativ geringem Wohlstände zugeschrieben werden kann. Denn das kaum 20 lieiix von Metz entfernte Nancy, dessen jüdische Bevölkerung in größerm Wohlstände lebt^ hat sich nie einer ähnlichen Zustimmung von Seiten der andersglaubenden Bevölkerung zu erfreuen gehabt. Die Zugendbüduug sowie die Armenverwaltung in diesen beiden Sprengetn, welche nur eine geringe Anzahl von kleiwen Gemeinden, unter keimt Phalsbourg wohl am bedeutendsten sein mag, in ihrem Bereiche haben, ist lobenswerth. Herr Lambert, Oberrabbiner zu Metz, ehemaliger Director der Rabbinerschule, sowie Herr .Wmann, Oberrabbiner, ehemaliger Schüler dieser Anstalt, erfüllen ein jeder seinen Beruf in dem ihm angewiesenen Wirkungskreise mit Würde und Eifer. Ob die Aushebung der jüdischen Schule in Nancy und deren Ersetzung durch eitlen , unter der Aufsicht des Rabbiners, meinem getrennten Lokale zu ertheilenden Religionsunterricht all ihrem Platze und nutzenbringend gewesen sein mag, wagen wir nicht zu behaupten; so viel können wir berichten, daß dies Verfahren nirgends in Frankreich nachgeahmt wurde. IV, Am meisten Beachtung verdient in Metz die schon im Jahre 1829 unter Carl X. und dem Cultminister Labomdonnaye gegründete

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