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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-03-01 · Heft 6 (März 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 6 (März 1852)
Article
Über den Lapidarstyl der talmudischen Historik
Date
1852-03-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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218 llctcr den Lapidarstyl der talmudiHen Historik. endlich: ״sprich nicht von einer Sache 2c." ist sehr dunkel, und cs lassen die vielfach versuchten Erklärungen unbefriedigt. — Orient!- reu wir uns vorerst über diesen Hillel. Für Hillel den Aelteren, der unter Herodes lebte (120 Jahre vor der Zerstörung des Tempel) ist er mit 9t. L. Heller (z. St.) schwerlich auzunehmen: er hätte dann seine Stellung oben im ersten K., wo dieser Hillel angeführt ist, finden müssen 9). Ebensowenig dürfte er für den Sohn des in diesem K. unmittelbar vorher erwähnten N. Gamaliel zu halten sein Z, da cs in diesem Falle heißen würde: Hillel sein Sohn sagte. Es ist also hier nur der Patriarch (Nafi) Hillel der Zweite> Sohn des N. Jehuda Nesia (vgl. Leiem Clieincd Th. 4. S. 207) wahrzunchmen. Dieser Hillel II. lebte zur Zeit Constantins, der das Ehristenthum zur herrschenden Religion im römischen Reiche machte, und vielleicht noch nach demselben. Auf die politische Stellung der Juden übte wie schon manches Edict Constantins und noch mehr die folgender Kaiser zeigen, diese Einführung des Christenthums keinen günstigen Einfluß; und noch nachtheiliger zeigte sie sich für die religiöse Stellung. Das heidnische Rom warfdem Inden Aberglauben vor (vgl. oben S. 121), denkendere Männer erkannten jedoch den Werth des Jndenthnms (vgl. oben S. 55. 56) und cs neigten sich ihm reinere GemüthcrzusSl 143 Anmerk. 7): eine Verfolgung aber wegen des Glaubens kannte das alte Rom, mit Ausnahm e der Hadrianischeu, die aber mehr ans Rachegefühl hervorging, nicht. Das christliche Rom warf dem Juden Unglauben vor, erblickte in ihm für das was er nicht glaubte einen Gegenstand des Haffes, und cs lastete auf dem Inden nicht nur das Joch des Herrschers sondern auch das des religiösen Widerwillens, der unter späteren Kaisern in eigentlichen NeligivShaß ausartete.— Zu den Unannehmlichkeiten die der neue Umschwung herbciführte, gehörten die Disputationen oder Colloquien die über religiöse Gegenstände gehalten wurden, und von denen mau in den Talmnden mehrere Andeutungen findet 2). Diese Dispute hatten Verdrießliches, man berief sich von der einen Seite auf mißverstandene Dibclstcllen, denen dann die Juden eine andere Deutung gaben, und so führten diese Dispute zu keinem andern Resultate als zur Steigerung des Haffes, und wurden daher von den Juden gern geuiiede» (vgl. Schabbat S. 116). Die Angesehc-!)) Was 91. L. Heller gegen diesen Cinwnrf vorbringt ist »»genügend. 1) So meint es Menaehem Asaria (angeführt bei Heller das.), mit Neziehnng aus Pesachün 81. 2) Vgl. j. Berachot!>, 1. b. Schabbai 108 (woselbst der Disputirende ein Ebionit zu sein scheint). 110, Synhedrin 38b und sonst.

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