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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-02-01 · Heft 5 (Februar 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 5 (Februar 1852)
Article
[Rezension]
Date
1852-02-01
Page
[Seite] (sequence 9)
Language
German
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IRI
…/2829132-2829133-2829139--00244-2851707
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190 Necensionen und Anzeigen. den angeführten Beweis aus Ezech. 3, 12, wo nach Herrn L. für ברוך es heißen'soll ברום ist nicht viel zu sprechen, da hier eine Versündigung gegen die Grammatik: רום heißt die Höhe, nicht ״sich erheben": für ״sich erheben" müßte sein בררום, wiealleVerse K. 1. 2 und sonst zeigen. — Wägen wir nun aber aus der andern Seite ab. Man findet häufig die Verwechselung des ) und ו, und um sie bewegt sich an so vielen Stellen das Kri und Ktib: Dieses ist aber nur aus der Quadrat- und nicht aus der samarit. Schrift erklärlich. Ebenso zeigt die LXX, daß den alten griech. Uebersetzern die Quadratschrist Vorgelegen habe. Sie verwechseln ו mit ן: in der samarit. Schrift findet dieses nicht statt. ImGegentheile aber findet sich nie eine Verwechselung des ם und ע: welches wieder die samarit. Schrift hierfür bieten würde. Freilich gibt der samarit. Pent. Num. 22, 32 הרע für ירם, allein der grobe Sprachschnitzer zeigt, daß der Samaritaner eombinirte und er durch sein Alphabet sich irre leiten ließ. Kann also aus diesem Gebiete mit einigen Conjeciuren nichts abgemacht werden, so wird gewiß die Sicherheit mit der Herr L. austritt nicht Billigung finden. Herr L. läßt sich aus über die neuere deutsche Kritik, die er die falsche nennt; hingegen sagt er daß er genau abwäge und nur der wahren Kritik folge. Nef. der auf diesem Gebiete durch eine Reihe von Jahren forschte und viele ältere und neuere Schriften las ist zu der Ueberzeugung gelangt, daß für Erhaltung und Bewahrung eines wahrhaften und treuen Textes die Masora die alleinige Führerin und Leiterin sei. Welche Conjecturen und Verbesserungen wurden seit Capellus ersonnen und vorgeschlagen: und wie viele haben sich erhalten? Es erging dem masor. Urtexte wie dem großen göttlichen Lehrer: es wurde die Originalität des Pentateuchs und der mos. Gesetzgebung oft streitig gemacht, die vorurtheilsfteiere Zeit hat ihm die Ehre zurückgegeben; die Hyperkritik vermeinte die Masora durch und durch der Fehler zu zeihen, sie ries zu ihrer Hülfe Septuaginta, masor. Pentateuch und noch andere Mittel herbei; seitdem jedoch ein richtiges Sprachstudium eingetreten und man nüchterner geworden ist, wird die Masora als eigentlicher Leitfaden zur Hand genommen. Und da dem Juden die heilige Schrift der alleinige Boden seines Stehens und Bestehens ist, so wird ihm die Masora um "so unantastbarer sein, da, wenn er zerstört, er sich selbst den Boden entziehet, und für ihn das Verbessern der unhaltbaren Conjeeturen, wie sie die neuere Kritik der älteren nachweist, zu spät kommt! Die Masora behauptet sich aber nicht nur gegen neuere vorgeschlagene Lesearten, sondern selbst gegen die frü- Heren Uebersetzer. Hinsichtlich der Sept. glaubt Nes. (Vorstudien und Ueber den Einfluß) dargethan zu haben, daß zum Pent. die Lesearten

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