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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-02-01 · Heft 5 (Februar 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 5 (Februar 1852)
Article
[Rezension]
Date
1852-02-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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IRI
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188 Neeensionen und Anzeigen. daher kommt es für עטף. — Zu bedauern ist, daß Herr K° nicht seine Aufmerksamkeit auf die midraschischen Stellen dieser Version (wovon ein Beispiel Vorstudien S. 184) gerichtet. Die dritte Abtheilung bringt das samarit. Buch Josua. I. Scaliger hatte diesen Josua im 1.1984 aus Kairo erhalten, und das Msct. der Universität zu Leiden hinterlassen. Hottinger und Neland haben ihn benützt: vorzüglich theilte Reland in seinen oben gedachten Dissertationen schätzenswerthe Auszüge aus ihm mit. Herr Professor Jnynbvll zu Leiden gab ihn im Jahre 1848 mit einer Einleitung und lateinischen Uebersetzung heraus. Ref. bedauert diese Ausgabe noch bis jetzt nicht gesehen zu haben, da sie nach manchen Eitaten die Herr K. aus der Einleitung bringt, bedeutende historische Ausschlüsse gibt. Die Veröffentlichung dieses Buches Josua selbst dürfte jedoch nach dem was hier Herr K. nach der Edition Juynbollls bietet, mehr nach der negativen Seite verdienstlich fein: die Neugierde der gelehrten Welt ist nun befriedigt, und man weiß, daß von diesem Buche, von dem sich noch Munter so viel.für den Hadrianischen Krieg versprach, nichts zu erwarten sei. Man begegnet hier nur einem Gewirre von Entstellungen und Fabeln, an denen selbst die gewandte Feder des Herrn K. stumpf zu werden drohete. Es dürste daher mit Recht das Verdienstliche des Strebens, diesem Buche auf heiligem Boden Bürgerrecht zu verschaffen, bezweifelt werden. Hingegen bietet Herr K. eine dankenswerthe Gabe in den ״samaritanischen Gesängen." Dieses sind Gebete, eigentlich Lobpreisungen; sie sind nicht ganz ohne Schwung und Zeichen von innerer tiefer Hingebung. Die Zeit ihrer Abfassung fällt etwa in die der sefardischen Hymnologen (Peitanim): sie arabasiren und die ganze Anlage ist nach arabischen Mustern. Sehr bemerkenswerth ist, daß auch hier die Verwechselung der אה״הע unter einander auf die befremdendste Weise hervortritt. So beginnt gleich der erste, nach doppelt alphabetischer Ordnung gedichtete Gesang mit dem Worte עמדה, also ע statt א; und ebenso bei dem ה ist עבדתנון, hier ע statt n, und endlich bei ה beginnt der V. עבדתנח, hier ע statt ח., endlich bei dem ע Vers חאן, hier n statt ע. Im zweiteu ebenfalls doppelt alphab. Gesang beginnt der ח Vers mit אתחן, also א für n, der ע Vers חך, hier ח für ע. Aehnliches ist auch im dritten und vierten Gesang wahrzunehmen. Die Sprache ist aramäisch vermischt mit Syriasmen, Hebraismen u. s. w.; und da die Samaritaner überhaupt in Handhabung der Sprache sehr schwach sind , so ist das Verständniß sehr erschwert. Herr K. hat sich daher durch die erläuternden Anmerkungen, mit denen er diese Gesänge begleitete und die früheren Erklärungen Gesenius' an vielen Stellen berichtigte, ein anerkennenswerthes Verdienst erworben.

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