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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-01-01 · Heft 4 (Januar 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 4 (Januar 1852)
Article
Jüdisch-geschichtliche Studien
Date
1852-01-01
Page
[Seite] (sequence 5)
Language
German
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160 Wissenschaftliche Aufsätze. zubeugen. Von der Art sind die sogenannten achtzehn Bestimmungen (י״ח דבר)/ die im Hause des Chananja b. Garion mit Majorität zu Gunsten der schamaischen Schule festgestellt wurden. Von dieser Kategorie gilt die Regel, daß diese Schule immer erschwere, die hillelsche aber durchweg erleichtere.— Die dritte Gruppe endlich enthält Halachas, welche die Hillelsche Schule aus dem Schristwort, entweder vermittelst einer der sieben Regeln, oder auf eine andere Weise abgeleitet hat, mit einem Worte durch Deutungen (׳(דרש Die schamaische Schule verwirft in der Regel diese Deutung, ja sogar die Schlußsolgerung (4 .(ב״ש לא דרש) Auch in dieser Kategorie ^verhält sich die hillelsche Schule sehr oft erschwerend, und diese Jnconsequenz hat den Talmudcommentatoren viel zu schassen gemacht. Allein die Jnconsequenz verschwindet, da es sich hier um ein neues Prinzip handelt, das die schamaische Schule nicht anerkennen mochte. Sie beruft sich immer nur aus eine autorisirte Ueberlieferung, wo ihr diese sohlt, setzt sie keinen Schritt weiter: die Hillelsche Schule hingegen hat aber für die Tradition einen Stützpunkt in der Schrift, und vermittelst desselben eine zureichende Anwendbarkeit auf neue, in der Tradition nicht erledigte Fälle. Eine Analogie für die Tragweite der Hillelschen Regeln bietet ein Ausspruch R. JosnaS aus dem ersten Tanaitengeschlechte, wo N. Akiba in noch weit umfassenderem Grade bestrebt war, die Halachas durch biblische Ableitungen zu stützen. 9t. Josua äußerte über diese Methode überrascht: ״Wer wälzt den Staub von den Augen R. Jochanans ״(b. Saccai), der immer fürchtete, eine Halacha köunte in Verfall ge- ״rathen, weil sie keinen Anhaltspunkt in der Schrift habe; R. Akiba ״hat nun endlich sie aus der Schrift zu deuten gewußt." 5) Ziehen wir jetzt die Summe aus dieser Untersuchung, so ergibt 4) Zu dieser Gruppe gehören die Differenzen über ב״ש — ט״ו נשים לא דרש לצרור (Jebamot x. 4.) לא יגרש אא׳״כ מצא כה דבר ערוד״ — ב״ש לא ב״ש דרש דבר (Gitin Ende.) כרם רבעי אין לו חומש ואין לו בעור — רלא ילפי ממעשר (Pea iv, 7) eben so סמיכת עולה בי״ט das ב״ה durch ק״ו herleiiet. Hrn. S. Luzzato's Conjectur im Kerem Hemed dürste der wahrheitsliebende Forscher wohl schon aufgeben, daß Schamai nicht verantwortlich sei für die Halachas der schamaischen Schule, weil man unter ב״ש nicht die wirklichen Schüler Schamai's, sondern überhaupt die Erschwerer zu verstehen habe, und vice versa bei Hillel. Es ist ja offenbar, daß die schamaitische Schule in sehr wichtigen Punkten durchaus erleichtert. מי יגלה עפר מבין עיניך ר יוחנן ב״ז שהיית אומר עתיד מר אחר לטהר (5 ככר שלישי שאין לו מקרא מן התורה והרי ר״ע תלמידך הביא לו מקרא מן (.3—2 .Soia v) התורה שהוא טמא

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