Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 4 (Januar 1852)
- Article
- [Rezension]
- Date
- 1852-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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Reeensionen und Anzeigen. 153 Charakter NN und הש eine Perikope zwischen בראשית und כ?צורע, und zwar theile man an einigen Orten ואלה המשפטים, an anderen כיי תשא, an anderen וירא אליו. Auch das ist auffallend, daß man zu seiner Zeit zuweilen שלה לך mit קלה (wofür bei uns הקת mit בלק) zusammen gelesen. Die Veranlassung zu einem solchen abweichenden Gebrauche mochte darin liegen, daß der bei Hagahot Maimuniot H. Tefilla 13, 2 angeführte Seder des Amrom Gaon zwar für das gewöhnliche Jahr die Vorschrift gab, vor Pesach den Abschnitt צו zu lesen, für das Schaltjahr aber keine dergleichen Vorschrift enthalten zu haben scheint; es blieb daher für die Schaltjahre הש NN, in denen der 14. Nisan auf Sabbat fällt, und daher für die Zeit vom 24. Tischri bis ־ zum 14. Nisan Perikopen für 29 Sabbate zu bestimmen waren, nur übrig entweder wie in den übrigen Schaltjahren מצורע vor פסה zu lesen, und eine der früheren Perikopen, (deren מצורע die 28. ist) zu Heilen; oder auch noch אתרי von פסה zu lesen; letzterer Gebrauch ist der überwiegende geworden, war es aber wohl zu Maimonides Zeit noch nicht, da dieser (H. Tefilla 13, 3) sich zwar über das gewöhnliche, nicht aber über das Schaltjahr in dieser Beziehung ausläßt. Vielleicht findet einer der Leser dieser Zeitschrift Gelegenheit etwas Näheres über diesen Gebrauch mitzutheilen. Daß des Abr. b. Chija Werk nicht das erste über das Kalenderwesen sei, ist, wie schon bemerkt, aus dem Buche selbst augenscheinlich bewiesen. Neues über die Geschichte dieser Wissenschaft erfahren wir wenig, da in der That die interessantesten Stellen schon durch den Jesod Olam bekannt waren; ein eigenthümliches Interesse nimmt aber die Art und Weise, wie Abr. b. CH. die h. Schrift für seine Zwecke ausbeutet, in Anspruch» Wie man bei den eigentlich sogenannten Midrasch-Werken einen hälachischen, ethischen, historischen Midrasch unterscheiden kann, und wie man bei Maimonides und seiner Anhänger Schrift ten von einem philosophischen Midrasch sprechen könnte, so kan!: man hier einen astronomischen Midrasch erkennen. Abr. b. Chija liebt es, Lehrer seiner Wissenschaft durch biblische Stellen zu bekräftigen, und diese dabei gelegentlich vom Standpunkte dieser Wissenschaft zu erklären; er freuet sich, wo er solche Beweise mit Hülfe der h. Schrift führen und wo er des Beistandes der 16הימה חיצונה) entbehren kann. Der Standpunkt der חכמים המדקדקים בפירוש כתבי הקרש, aus die er sich einmal (S. 12) wegen einer solchen Erklärung beruft, ist offenbar derselbe, den Jbn Esra in seiner Vorrede zum Pentateuch als erste Kategorie zeichnet und mit den Worten: והרוצה לעמוד על חכמות 16) S. 7. u. 15. Frankel, Monatsschrift, 12