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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-01-01 · Heft 4 (Januar 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 4 (Januar 1852)
Article
[Rezension]
Date
1852-01-01
Page
[Seite] (sequence 3)
Language
German
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Necenfionen imb Anzeigen. 151 sich für keinen von neiden entscheidet. Offenbar tritt mit dieser Ansicht von der eontinuirlichen Dauer der Berechnung Saadia Einwürfen der Karaiten entgegen, die an der sogar nachtalmudischeu, der Erscheinung so oft nicht entsprechenden Einrichtung des 5kalenderwesens e!'ne Schwäche des Nabbanismus entdeckt zu haben meinten"). — Unserem Abr. b. Ehija mochte die Polemik mit den Karaiten freilich schon ferner liegen, wenn auch nicht ganzans dem Auge gerückt sein; indes bringt doch auch er in einer Zeit, wo ohne allen Zweifel die Berechnung das einzig maßgebende Element sein konnte, die Beobachtung mit einzelnen Jahresformen, die ibv Dasein eben nur der Berechnung verdanken, in Verbindung. Das Verhältniß der mangelhaften und der vollen Monate in einem Jahre soll mit dem wahren (nicht dem mitilern) Laufe des Mondes in Beziehung stehen, während bekannt und anerkannt ist, das in diesem imferert ganzen Kalenderwesen der wahre Stand des Mondes gar keine Nolle spielt, sondern durchgeheuds die mittlere Dauer des synodifchen Monats (כ״ט י"ב חשי״ג) zu Grunde gelegt wird, wie Jöracli12) gegen unseren Antor ausführt und nachweist, das die D reit heilang unserer Jahre nach mangelhaften, ordentlichen und überzähligen im nothwendigen Zusanunenhange mit der Verlegung אך״ו steht. — Derselbe Israeli rügt nicht minder die — vielleicht nur einer Nngenanigkeit des Ausdrucks zuznschreibende — Angabe des Maimonides, wonach nicht bloß der Umstand, das in manchen Jahren mehr volle als mangelhafte Monate Vorkommen (als das gewöhnliche Jahr — 355, das, Schaltjahr 885 Tagen), sondern auch der, daß zuweilen inehr mangelhafte als volle Monate feien (also 353 resg). 385 Tage) dem Ueberschns von 793 Chclakittt über 294 Tage zuzuschreiben seien.") Noch auffallender aber ist die gleichfalls von Israeli nicht übersehene Behauptung des Maimonides Kiddusch ha-Chodesch 7, 6. 7., daß der eigentliche Grund der Verlegung אך־־״ו, und überhaupt aller vier Verlegungen der sei, die mittlere mit der wahren Coni'nnktiou in Einklang zu bringen. Schon Abraham b. David, der doch dieses Faches ganz unkundig ist mit) das auch ein ge steht, kann diese Stelle doch nicht mit Stillschweigen üb erg e- Heu; fast alle Couimentatoren des Kiddusch ha-Chodesch haben ihren 11) Vgl. Kasan 3, 38 und Muskate dazu. 1.2) Jesod Olam IV., 0, jp. 18 c. 13) Kiddusch ha- Chodcsch 8, 3. Wenn der von Llpmann Heller (Tosafot Jomtob Arachim 2, 2) angegebene Grund richtig wäre, so wüste man nicht, warum man nicht nach derselben Analogie auf das aus dem Ueberschuß des Sonnenjahres über 12 Mondmonate, entstandene Schaltjahr von 13 Monaten zur WicderauSgleichung eines von 11 Monaten folgen läßt; ferner nicht, wie so mehre Jahre von 355 Lagen auf einander folgen können u. s. w.

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