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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1852-01-01 · Heft 4 (Januar 1852) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 4 (Januar 1852)
Article
Schutzschrift des Josephus Flavius gegen Apion
Date
1852-01-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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144 Schutzschrist dcS Josephns Flavins gegen Apion. gegen uns aushörcn. Thun wir doch nichts Tadclnswertheö daran, daß wir unfern Gesetzgeber verehren und dem von ihm über Gott Verkündeten Glauben schenken'. Und selbst wenn wir nicht von der Trefflichkeit aller Gesetze überzeugt wären, so würde schon der Umstand, daß so Viele nach ihnen verlangen uns veranlassen, von diesen Gesetzen groß zu denken. 40. Ich habe übrigens in meinen Alterthümer» eine genaue Darstellung der Gesetze und der Staatseinrichtnng versucht. Hier habe ich das Nothwcndigc erwähnt nicht um Andere zu tadeln oder um unsere Institutionen zu erheben, sondern um Jene die über uns unbillig schriebe» der unverschämten Entstellung der Wahrheit zu überführen. Und ich glaube, daß ich durch diese Schrift hinlänglich meinem Versprechen nachgckommen bin. Ich habe zuerst den Gegnern gegenüber die unser Volk als sehr jung ausgaben, dessen Alter nachgemiesen und viele alte Schriftsteller, die in ihren Schriften unsrer erwähnen als Zeugen angeführt, während jene behaupteten, daß kein Autor dieses thne. Und da sie die Egypter als unsere Vorfahren benennen, so wurde gezeigt daß sie von anderswo nach Egypten fameit, und nicht, wie jene sagen, wegen Körpergebrechcn ansgestoßen worden, sondern durch eigenen Willen und Macht in das Heimathsland gezogen seien. Und da sie unsern Gesetzgeber als einen Verworfenen schmäheten, so wurde für seine Tugend Gott, und nach ihm die Zeit als Zeuge angeführt. 41. Ueber die Gesetze bedurfte cs nicht der weitern Ausführung; sie erscheinen durch sich selbst, nicht als Lehrer der Gottlosigkeit sondern der wahrhaftesten Gottesfurcht: nicht zu Menschenhaß sondern zur Mittheilnng des Besitzes anregend: Feinde der Ungerechtigkeit, eifrige Vertreter der Gerechtigkeit: Gegner des Müßigganges und der Verschwendung, Einschärfer der Genügsamkeit und des Fleißes: mißbilligend Vergrößernngskriege, Heldenmut!) aber für das Gesetz befördernd: unerbittlich im Bestrafen, und nicht durch schöne Worte sondern durch Thaten — dieses halten wir für die wirksamste Schrift — für immer befestigt. Darum möchte ich auch behaupten, daß wir mit dem meisten Treffliehen Andern vorangcleuchtet haben. Denn was ist trefflicher als die Nichtverlctzung der Gottesfurcht? Was gerechter als den Gesetzen gehorchen? Was nützlicher als in Eintracht mit einander leben, sich weder im Unglück veruneinigen noch im Glücke Aufruhr stiften, sondern im Krieg den Tod verachten, im Frieden aber Gewerben oder dem Ackerbau obliegen, und die Uebcrzeugung haben, daß ein vorsehender Gott über Alles und allenthalben wache!

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