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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1851-12-01 · Heft 3 (Dezember 1851) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 3 (Dezember 1851)
Article
Schutzschrift des Josephus Flavius gegen Apion
Date
1851-12-01
Page
[Seite] (sequence 13)
Language
German
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93 Schutzschrist des Zosephus Flavins gegen Apion. Zeitunruhen kamen eine Menge Egypter zu, die weder macedonische Beständigkeit noch griechische Klugheit besaßen, sondern die nur die schlechten Sitten der Egypter mitbrachten und deren Haß gegen uns. Und von diesen, denen weder unter den Königen noch unter den Imperatoren das Bürgerrecht ertheilt wurde, werden Jene Fremde genannt die Alexander herbeiries, die Könige auszeichneten, die Römer in ihren Rechten beschützen! — Apion macht uns ferner einen Vorwurf, wir stellen nicht die Bildnisse der Imperatoren auf. Als wüßten es die Imperatoren nicht und bedürften des Eifers eines Apion! Er hätte vielmehr die Größe der Römer bewundern sollen, die die Unterthanen nicht zwingen die väterlichen Gesetze zu übertreten, sondern nur solche Ehrenbezeugungen verlangen die rechtmäßig erstattet werden können. Bei den Griechen und Römern mögen wohl die Bildnisse aufgestellt werden: bewahren sie doch die Bilder ihrer Väter, Frauen und Kinder, und auch sogar mancher Personen die ihnen weniger nachstehen; wie kann es daher befremden, wenn sie auch den Herrschern und Herren solche Ehre erweisen? Uns aber hat unser Gesetzgeber verboten — und er hatte doch wahrlich hierbei nicht prophetisch eine Geringschätzung gegen die Römer im Sinne! — irgend ein Bild zu machen. Andere Ehrenbezeugungen, die er uns nicht untersagte, bezeugen wir reichlich den Imperatoren, und wir bringen für sie täglich Opfer auf öffentliche Kosten. 7. Ich wundere mich auch über Posidonius und den Molonischen Apollonius die ihm den Stoff hergaben. Diese werfen uns vor, daß wir nicht dieselben Götter mit Anderen verehren, und fügen verläumderische und lügenhafte Berichte über unsere Tempel hinzu. Sie vergessen wie sehr die Lüge eines Freien unwürdig sei! ״In diesem Heiligthum, erzählt Apion nach ihnen, haben die Juden den Kopf eines Esels aufgestellt, den sie verehren und mit großer Ehrfurcht anbeten. Dieses wurde bekannt als Antiochus Epiphanes den Tempel plünderte: er fand darin den von Gold verfertigten sehr kostbaren Kopf." Vor Allem, da Apion ein Egypter, so durste er, wenn sich auch etwas dergleichen bei uns gesunden hätte, keinen Lärm machen, da ein Esel doch nicht geringer ist als Katzen^), Böcke und andere Art Gethier das die Egypter anbeten. Aber wie merkte er auch nicht, daß Alles ihn der unsinnigsten Lüge überführe! Wir haben immer dieselben Gesetze und verbleiben stets in 2) Das ,,fiu'onilms“ in der lateinischen Uebersetzung hat keinen Sinn; es scheint ״felibus“ heißen zu müssen.

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