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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1851-12-01 · Heft 3 (Dezember 1851) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 3 (Dezember 1851)
Article
Schutzschrift des Josephus Flavius gegen Apion
Date
1851-12-01
Page
[Seite] (sequence 11)
Language
German
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91 Schutzschrist des Josephus FlaviuS gegen Apion. Zeitgenoffen an Wissen überragend, die beiden Andern ihm als Leibwächter beigesellt.') Er würde aber wohl mdjt gewünscht haben die Gesetze nnd unsere vaterländische Wissenschaft kennen zu lernen, wenn er die Männer die nach ihnen leben, verachtet und ste nicht sehr geschätzt hätte. 3. Apion hat fast alle Könige seiner macedonischen Vorfahren, die freundlich gegen uns waren, nach der Reihe vergessen. Als der dritte Ptolemäns, Euergetes genannt, ganz Syrien erobert, opferte er nicht den egyptischcn Göttern Dankgeschenke für den Sieg, sondern brachte als er nach Jerusalem kam viele Opfer, wie es uns Gesetz ist, zu Gott, und gab des Sieges würdige Geschenke. Und Ptolemäns Philometor und dessen Gattin Kleopatra traueten ihr ganzes Reich den Juden an; die Inden Onias und DosithenS waren Anführer der ganzen Macht. Apion spottet über diese Namen, statt daß er die Thaten bewundern, und nicht schmähen, sondern ihnen Dank wissen sollte, daß sie Alexandrien gerettet, dessen Bürger er spielt. Denn als diese (die Bewohner Alexandriens) die Königin Klcopatra bekriegten und in Gefahr waren jämmerlich zu Grunde zu gehen, so machten Jene einen Vertrag und wendeten inneres Unglück ab. ״Und hernach, sagt er, führte Onias ein kleines Heer nach der Stadt, als Thermus, der römische Legat, daselbst anwesend war." Und ich möchte behaupten, er hat hierin sehr gut nnd gerecht gehandelt. Denn der PhySkon genannte Ptolemäer, kam nach dem Tode seines Bruders Ptolemäns Philometor von Cyrene, um Kleopatra vom Throne zu stoßen b) und die Regierung an sich zu reißen. Onias führte für die Kleopatra Krieg gegen ihn, und legte hierin ein Zeugniß seiner Treue ab, da er seine Gebieterin nicht in der Noth verließ. Welcher Gemüthsart dieser PhySkon gewesen sei, beweiset, daß er aus Rache gegen Onias alle in Alexandrien wohnenden 7) Diese Angabe des Josephus hat Bezug aus die unter dem Namen der Septuaginta bekannte griechische Uebersetzung der heiligen Schrift. Diese Nebersetzung soll auf Veranlassung des Philadelphus entstanden sein, der sich zu diesem Zwecke vom Hohepriester zu Jerusalem eine treue Abschrift und kundige Männer erbat. Die Ausschmückung dieser Sage sinket sich in einer, den hier benannten Aristeas als Verfasser tragende» Schrift. Mehreres hierüber vgl. unser« ״Vorstudien zu der Sepruaginta" K. 1. 8) Von hier an sind mehrere Seiten des griechischen Originales verloren gegangen, und besitzen wir es nur in der sehr verunglückten, an manche» Stellen fast unverständlichen lateinischen Nebersetzung des Nusinus. Wir haben daher bis §. 10, wo wieder der vollständige griechische Text beginnt, häufig abgekürzt und nur dem Inhalte nach gegeben.

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