Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1851)
- Article
- Schutzschrift des Josephus Flavius gegen Apion
- Date
- 1851-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
- Belongs to
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Schutzschrift des JosephuS FlaviuS gegen Apion. S5 Diese historischen Notizen waren zu manchem Verständnisse des folgenden Buches vorauszusenden. Wir glauben jedoch sie im Sinne mancher Leser vollenden zu müssen, und Heilen daher den ferner» Verfolg der Gesandtschaft mit und wie diese Angelegenheit endigte. Es ist leicht zu errathen, daß, da Caligula fast Richter in seiner Sache war, die Waage sich, auf Seite der Alexandriner neigen werde. Die jüdische Gesandtschaft erfuhr im Angesichte der Gegenpartei die größte Schmach; und was hatte sie von dem Wahnsinnigen zu hoffen, der kaum pon dem Verlangen abgebracht werden konnte, daß seine Bildsäule im Allerhei« ligsten des jerusalemischen Tempels aufgestellt werde; und der die Ge« sandtschaft mit den Worten entließ: ,,Diese Menschen scheinen nicht so schlecht als dumm, da sie nicht einsehen wollen daß ich göttlicher Natur bin!" -7- Doch das höhere Walten der Gottheit machte den Leiden der Jude«, die eher das Aeußerste als diese Verletzung des Glaubens über sich ergehen lassen wollten, durch den Tod des Ealigula «in Ende. Seine Tyrannei die mit jedem Tage unerträglicher wurde rief gegen ihn «ine Verschwörung hervor, der er im vierten Jahr« seiner Regierung erlag. 1. Ich habe, werthgefchätztec EpaphrodituS! im ersten Buche sowohl aus den Schriften der Phönicier, Chaldäer Md Egypter, als auch aus vielen als.Zeugen angeführten griechischen Geschichtsschreibern, die Wahrheit über unser Alterthum nachgewiesen, und die Widerlegung des Manetho, Chäremon und Anderer unternommen: nun will ich die Uehrigen, die gegen uns schrieben überführen. Nur bin ich hinsichtlich der Widerlegung des. Grammatikers Apion in Verlegenheit, ob ich mich gar aus sie einlaffen soll. Denn theils enthält feine SÄrist nur dem Aehnliches was schon Andere gesagt haben und er fügte nur sehr Untreffendes hinzu, größterttheiss aber bringt sie Poffenreißerei und, um die Wahrheit zu gestehen grobe Unwissenheit, so daß sie auf einen Verfaffer hinweiset, der verwerft lich.cn.Charakters stets Volksauswiegelei zur Profession machte. Doch da Viele thörichterweise mehr Gefallen an derartigen Reden als an mit Sorgfalt verfaßten Schriften finden, sich über Schmähungen freuen, Lobpreisungen aber unmuthig anhören, so hielt ich es für nothwendig, auch Diesem, der gegen uns gleichsam eine gerichtliche Anklage schrieb, eine nähere Untersuchung zu widmen. Denn ich nehme wieder auf der andern Seite dieses bei Vielen als eigen« thümlich wahr, daß sie sich ungemein freuen, wenn Jener der An« dere schmähet durch seine eigene ihm anklebende Berderbthelt überführt