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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1851-12-01 · Heft 3 (Dezember 1851) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 3 (Dezember 1851)
Article
Schutzschrift des Josephus Flavius gegen Apion
Date
1851-12-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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86 Schutzschrist des Josephus Flavins gegen Apion. wird. Es ist aber nicht leicht Apions Rede durchzugehen, oder genau zu wissen was er sagen will; er verfällt mit großer Ueber« stürzung und einem Gemische von Lügen in dasselbe, was oben über die Auswanderung unserer Vorfahren aus Egypten einer Erörterung unterworfen wurde, dann bringt feine Schrift eine An'klage der in Alexandrien wohnenden Juden, und endlich enthält sie noch ein Drittes: eine Anklage des in unserem Tempel heiligen Brauches und anderer Gesetze. 2. Daß unsere Väter weder der Herkunft nach Egypter wa« rcn, noch wegen körperlicher Gebrechen oder anderer derartigen Uebel von dort vertrieben wurden glaube ich, nicht nur mit Maß sondern noch über das Maß hinaus oben gezeigt zu haben. Apion setzt noch Manches hinzu, worüber ich kurz sprechen will. Er sagt im dritten Buche seiner egyptischen Geschichte: ״Moses war, wie ich von alten Egyptern hörte, ein Heliopolitaner; und darum führte er den väterlichen Sitten anhängend ein, daß innerhalb der Mauern der Stadt (Jerusalem) Gebete unter freiem Himmel gehalten wer« den sollen. Und er richtete sie (die Stadt) völlig nach Osten, denn dort liegt Heliopolis. Statt der Obelisken stellte er Säulen auf, unter welchen eine Art Nachen war auf den der Schatten von der Höhe (der Säulen) Herabsiel, der also den Lauf den die Sonne machte zugleich mit durchging." Dieses ungefähr ist die bewun« dernswerthe Erzählung des Grammatikers. Diese Lüge bedarf je« doch nicht der Worte zu ihrer Widerlegung, sie gehet als solche aus den Thatsachen hervor. Moses setzte als er zuerst Gott das Zelt errichtete weder einen derartigen Nachen in dasselbe, noch befahl er daß man ihn in späterer Zeit verfertige; und Solomon, der hernach den Tempel zu Jerusalem erbauete, dachte nicht an ein solches Werk wie es Apion erdichtet. Er habe es von den Alten gehört, sagt Apion, daß Moses ein Heliopolitaner war. Freilich, Apion ist etwas jung und er befragte daher Jene, die nach ihrem Alter zur Zeit Mosis lebten und ihn kannten! Er der doch ein Grammatiker ist vermag Nichts Gewisses über den Dichter Homer, über dessen Vaterland zu sagen, noch über Pythagoras der noch nicht lange gelebt: und über Moses, der beiden um eine so große Reihe von Jahren voranging spricht er so leicht ״weil er von den Alten gehört!" Welch offenbarer Lügner! — Doch über die Zeit, in welcher wie er sagt, Moses ״die Aussätzigen und Blinden und Lahmen" herausgeführt stimmt, wie ich glaube, der scharfsinnige Grammatiker trefflich mit seinen Vorgängern überein! Manetho nämlich sagt, die Juden seien unter der Regierung des Thethmosis

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