Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 3 (Dezember 1851)
- Article
- Schutzschrift des Josephus Flavius gegen Apion
- Date
- 1851-12-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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u SchMch'rifL diS ZoWüS Mbius gegen Won. auf schreckliche Weise zu Tode gemartert- und selbst gegen die Leichname kannte man nicht Schonung. Flaecus Hat diesem Wüthen nicht nur nicht Einhaltsondern erließ uni dieselbe Zeit eiMEdict, bas den Juden das Bürgerrecht Nahm und sie ülS fremde Ansässige erklärte. Das U ebermaß des Unglücks wurde aber noch dadurch vollendet, daß die von Fläeeus begünstigten Ausrührer für ihre ׳ Unthäten einen Vorwand nahmender sie in den Augen des Caligüla als loyale patriötische Bürger Erscheinen ließ. Dieftr Wahnsinnige hatte sich als Gott erklärt und den' Befehl ergehen lassen, daß seine Bildsäule in allen Tempeln ausgestellt und' ihr göttliche Ehre erwiesen werde. Diesem ׳Befehle stand bei der Mehrheit der römischen Unterthanen nach der Vielzahl ihrer Götter der Glaube nicht im Wege; und wir vernehmen sogar, daß viele' vornehme Römer sich zur Schmach der Menschheit zN der Ehre drängten, in dein von Caligülä sich als Gott erbaueten Tem- -pel als Priester zü fuügiren Md der neuen Gottheit zu opfern (Süeton4-W). Nur die Juden konnten nach ihrem EinhEsglaübm dem entwürdigenden Ansinnen nicht nachgebm; wie sollten sie Neben dem einzigenunsichtbaren ewigen Gott einen menschlichen verächtlichen Götzen verehren! Da stürmte der alexandrinische Pöbel in die Proseuchen (so wurden zu Alexandrien die 'Synagogen genannt), plünderte und zerstörte Manche, stellte in׳ anderen die Bildsäule aus, und fand vorzüglich seine Freude darandie große berühmte Proseüche von deren Umfang und Pracht viel' erzählt wird (Suera 51), durch eine auf einer Quadriga aufgerichtete Bildsäule zu entweihen. FLaecüs wurde bald von der gerechten Strafe eriilt-. EaligM, dessen Haß gegen ihn sich Mit jedem Tage steigerte ließ ihn gefangen nach Rom führen, verbannte ihn nach der Insel Andrös > woselbst er später auf des Imperators Befehl hingerichter wurde. Die Juden, von dem ihnen unmittelbar nahen Tyrannen befreit, fanden ihre Lage dennoch nur weniggebessert': der rohe Haufe ermüdete nicht in seinen Feindftligkeiten, zu denen sich ihm in der Verweigerung jener Bildsäulenverchrung eine günstige 'Gelegenheit -darbot. ' Die alexandrinische'n Juden beschlossen daher eine Gesandtschast, an deren Spitze Philo stand, nach Rom zu senden und durch sie dem Kaiser die Beschwerden über die er- Menen großen Mißhandlungen vovzubringen; und hiermit zugleich die Bitte zu verbindender Kaiser wolle nur in der tiefen Anhänglichkeit an die väterliche Religion die Ursache der Nichtaufstellung des Bildnisses suchen, Md in dieftr Berücksichtigung für sie eine Ausnahme des EdieLes eintreten lassen. Die Alexandriner schickten ebenfalls eine Gesandtschaft nach Rom, die dM CaligM eine Vettheidignngsschrist übergab, deren Verfasser Apion Mr. .