Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 2 (November 1851)
- Article
- Skizzen zu einer Einleitung in den Talmud
- Date
- 1851-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 8)
- Language
- German
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77 Wissenschaftliche Aufsätze. קופדיה אכיל הוא מיהודאי ושתי הוא מיהוראי כל ריליה מיהוראי vgl. auch j. Viccurim 3, 3 (89)^), und der Ausdruck כראיתא scheint klar auf ein Bekanntes Vorliegendes zu deuten. Aber es drängen sich hier manche Bedenken auf. Dieses כדאיתא ist so kurz, abrupt; und man vermißt ein החם oder etwas dergleichen. Ferner: der b. T.!. I. sucht auch für שבח*? eine Deutung, bte aber der j. T. in folg, klaren Worten gibt: הלואי מיהמי צדיקא ומזכי טוביא דוכיח למיהמי יחיה• Wenn mm der b. T. in dem לגנאי sich aus den j. T. bezogen, so hätte er ihn auch bei לשבה nicht ganz übergehen können. Es dürste daher folgender Combination viel einzuräumen sein. In früherer Zeit war diesem לגנאי eine vollständige Erklärung beigefügt, etwa die des j. T., und war also Dl לגנאי דהוי אמרי. Später fand man diese Stelle, als eine die Ehrfurcht gegen Moses verletzende, anstößig; man ließ sie daher aus und setzte dafür nur כדאיחא, das die Deutung des לגנאי, die man mündlich den Schülern mittheilte, zurückries. Einen offenbaren Beweis, daß der b. T. sich auf Stellen des j. T. beziehe, glaubt Herr H. Chajut (Neuer Viceure Halltim S. 14 Aiunerk.) in b. Nastr aufgefunden zu haben, woselbst 20b Nascht ans. השחא das dortige השתא חמירחא אמר רב auf j. Synhednn (5, 2) beziehet. Wir sehen von dem Zweifel ab, der sich überhaupt gegen die Autheniicität des Naschi-CommentarS zu Nastr erhebt; sehen davon ab, daß diese Stelle auch andere Erklärungen (vgl. Tosasot) zuläßt und also nicht schlagend ist: glauben aber daß die -Berufung an sich schon deshalb ungegrüudet ist, weil diese Stelle kaum Nascht zugeschrieben werden darf, sondern einem תלמיד טועה angehört. Schon der Ausdruck: והיכא שמעינן ist Naschi nicht eigentümlich: dieser sagt gewohnlich bei Beziehung auf andere Stellen וחכי שמעינן לי׳• Und nun die Erklärung l Die Frage soll sein, die Worte des הב lassen nicht Sinn und Deutung zu-: und es folgt ein במערבא אמרי, welches in gar keinem Zusammenhänge mit der Frage stehet. Man weise derartige Stellen nach, wo eine Erklärung für die Worte eines Autors, besonders des so hoch verehrten Nab'S (mau vergleiche mit welcher Ehrfurcht der hier befragte R. CHLsda b. Sucea 33. 35 von Nab spricht), gesucht wird, und der Talmud ohne diese zu geben-, oder wenigstens durch קשיא oder sonst dergleichen anzuzeigen, daß sie nicht gefunden werden kann, plötzlich abbricht und eine andere Meinung beibnngt. — Und wenn ferner unmittelbar אמרי כמערבא folgt ist nicht ausö) Wir haben aus j. Schekalim citirt. weit dieses den! Citate Naschi'S aus Tanchuma entspricht. Daß aber Ra sch i sich auf den späteren Tanchuma und nicht auf j. T. beruft, beweiset für das oben S. 38 Bemerkte.