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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1851-11-01 · Heft 2 (November 1851) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 2 (November 1851)
Article
Briefe aus London
Date
1851-11-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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62 Briefe aas London. finden wir in der Liste der Subscriptionen die Corporation der City von London mit einem Beitrage von 100 Guineen aufgeftihrt; und sei es mir hier gestattet, als interessante Notiz ein jüngst veröffentlichles Faktum anzuführen, aus welchem hervorgeht, wie wenig die City von London diese Liberalität zu bereuen Veranlassung hat. Im östlichen Theile. Londons existirt eine städtische Anstalt, die einzige in ihrer Art, die man nach ihrem Lehrplan und nach ihrer Organisation mit den preußischen höheren Bürgerschulen vergleichen kann; und in welche Schüler aller Konfessionen und Sekten ausgenommen werden. Unter bcn 600 Zöglingen dieser Anstalt sind gegenwärtig 17 jüdische Schüler; und bei der vor wenigen Wochen stattgehabten öffentlichen Prüfung, wo der Lord Major den Vorsitz führte, erhielten von jenen 17 nicht weniger als 0 Preise. Diese bemerkenswerte Thatsache wurde von dem höchst liberalen und tüchtigen Direktor der Anstalt in der Eröffnungsrede mit Nachdruck hervorgehoben, woran er weitere Bemerkungen über die moralische und intellektuelle Auszeichnung der jildischeu Schüler knüpfte. ׳— Selbst der Kaiser von Rußland figurirt unter den Beitragenden mit 50 Pfd. St., die er durch Baron L. v. Rothschild der Freischule zufließen ließ. , Allein trotz aller dieser Beiträge und Schenkungen reichten, die Mittel dennoch nicht aus, um eine genügende Anzahl kompetenter Lehrer, dem erweiterten Schulplau angemessen, anzustellen; unb man sah sich noch immer genöthigt, das fragliche Mouitorial-System beizubebalten. Aber mit dem Verlaufe der Zeit, während sich auch überall im ganzen Lande ein reger Eifer für die Verbesserung des Volksschulwesens entfaltete, wurde die Mangelhaftigkeit jener Lehrmethode zu deutlich erkannt, als daß sie sich den gereifteren Erfahrungen gegenüber aufrecht erhalten konnte.^ Cs ist vorzüglich das Verdienst des gegenwärtigen Oberrabbiners, Dr, Adler, diese Krisis, beschleunigt und durch Rath und Ermun- Lernng chen Komiteen, in ihren Bestrebungen zur Seite gestanden zu habeu; wie denn, dessen Lebhaftes Interesse für die Förderung der Jugenderziehung riberhaupL allgemein anerkannt wird. — Es bedurfte der Anstrengung, und , der reiflichen Erwägung voller dreier Jahre , um die segensreicho Anstalt in, die Organisation zu bringen, Ln der sie sich gegenwärtig befindet :mb die sich nun bereits durch eine hinlängliche Erfchrung bewährt hat. . Im Jahre 1848 nachdem der Unterricht durch Monitors 28 Jahre sortgesührt worden war, wurde ein Plan in Ausführung,gesetzt, nach welchem die Monitors gänzlich beseitigt und die LeetioneUnNurvwon geeigneten Lehrern gegeben werden sollten. Allein auch.selbst damals noch hatte man sich den Verhältnissen zu accomodiren, und beisdcr Wahl der Lehrer die noch immer unzulänglichen Fonds zu berücksichtigen. Allerdings wurden in der 5tna0enfcT;a1(e außer dem Nek-

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