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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1851-11-01 · Heft 2 (November 1851) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 2 (November 1851)
Article
Schutzschrift des Josephus Flavius gegen Apion
Date
1851-11-01
Page
[Seite] (sequence 15)
Language
German
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Schutzschrist des JoftpbuS Ftavius gegen Apion. 85 bekannt: diesem Aufsatz, dem esan Eleganz nichtgebricht, gehet die eigentliche Tieftab, man vermißt den gründlichen Historiker, und für auf selbstständige Studien gegründete Resultate werden die oberflächlichen Gebilde subjektiver Anschauungen geboten, durch deren Perspective man in jener Periode gern das Alterthum der Offenbarung gegenüber betrachtete und hypostasirte: neuere gründliche Forschungen haben ganz andere Ergebnisse über die geträumte Erkenntnis; der Gotteseinheit bei den cgyptischen Priestern geliefert. Wahrhaften Unwillen muß aber erregen, daß Schiller sich ganz non diesen egyptisch-griechischen Schriftstellern leiten läßt, der Widerlegung des Joftphus nicht Erwähnung thut, und sich ans ,,das einstimmige Zeugnis; der Profanscribenten, des Egypters Manetho, des Diodors von Sicilien, des Tacitns, des Lysimachns, Strabo und vieler Anderen, welche von der jüdischen Nation fast gar nichts als diese Volkskrankheit des Allssatzes kennen" beruft. Neben Manetho war Josephns zu befragen, und den Werth des Lysimachns hat oben eine kleine Probe ergeben; schade daß Schiller nicht auch den Chäremon herbeizog! die späteren Schriftsteller aber wie Tacitns und Justin haben doch nicht etwa selbstständige Quellen gehabt sondern sie benützten ihre Vorgänger. Und was ist endlich von einer historischen Untersuchung zu urtheilen deren Antor keine» selbstständigen Studien gemacht und die -von ihm citirten Schnststeller nicht gelesen? Dieses muß zur Ehrenrettung Schillers, sott ihn nicht der noch schwerere Vorwurf der absichtlichen Entstellung und Unwahrhastigkeit treffen, angenommen werden. Diodor von Sieilten legt ein ganz anderes Zengniß, als das von Schiller angeführte ab. ״Als einst eine Pest in Egypten ausbrach bezog man die Ursache des UebelS zu der Gottheit; denn es wohnten die verschiedenartigsten Fremden, die den verschiedensten Kulten oblagen im Lande, und es nahm die Verehrung der Götter der Vorfahren ab. Die Eingebornen furchteien daher, daß wenn sie nicht die Fremden entfernten, die Uebel׳. nicht anshören werden. Und so zog ein vorzüglicher Theil unter Danaus und Kadmus nach Griechenland; ein anderer begab sich unter Moses, der durch Weisheit und Tapferkeit hervorragte, nach Judäa und erbauete dort unter anderen Städten das berühmte Jerusalem. Moses gab Gesetze und Lheilte das Volk in zwölf Stämme. Ein Bild der Götter ließ er durchaus nicht errichteil, benu Gott glaubte er habe nicht eine menschliche Gestatt, sondern der die Erde umgebende Himmel fei Gott und des Weltalls Herr" (Diodor Siculus exL. XLEcl.l. vgl. Tom 2. cd., Wesseling). Diodor kennt also noch ״etwas Anderes von der jüdischen Nation" und ״kennt vielmehr das nicht" was ihm Schiller beilegt. Und vollends Strabo! Er spricht in einer Weise, die dem modernen Geschichtsschreiber hätte zum Muster dienen können. ״Moses ein .egyptischer

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