Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 2 (November 1851)
- Article
- Schutzschrift des Josephus Flavius gegen Apion
- Date
- 1851-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
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52 Schuh schuft des Joscphus Flavias gegen Apion. lcgcneu Stcinwerke werfe, woselbst sie wie die anderen egyptischen Sträflinge (Verbannten) arbeite» sollen. Unter ihnen waren aber auch einige mit Aussatz behaftete gelehrte Priester. Jener Amcnophiö, der Weise nnd Wahrsager, fürchtete nun, er werde, wenn gegen die Priester gewaltthätig verfahre» würde, den Zorn der Götter ans sich nnd den König herabziehen. Und er prvphezcicte noch ferner: ES werden BnndcSgcnosscn den Unreinen zu Hülfe konrmen nnd dreizehn Jahre Egypten beherrschen. Er wagte aber nicht diescö dem König mündlich zu sagen; nnd so entleibte er sich nnd ließ Alles schriftlich zurück. Der König gerieth hierüber in Angst/' Hierauf schreibt Manetho wörtlich: ״Als Jene in den Steinwerfeil lange Zeit gelitten hatten ließ sich der König erbitten, nnd!heilte ihnen als Ansenthalt und Zufluchtsort die damals von den Hirten verlassene Stadt Anaris zu. Diese Stadt gehört nach der alten Götterlehre dem Typhon. Jene zogen ein, fanden sich bald durch die Lage des Ortcö zn einem Aufstande ermuntert, wählten einen der Heliopolitanischcn Priester, Osarsiph, zu ihrem Anführer nnd schworen ihm in Allem zu folgen. Dieser, gab ihnen als ersteö Gesetz, die Götter nicht anznbcten, sich keines der in Egypten als heilig verehrten Thiere zn enthalten, sondern alle zn schlachten und zn verzehren; ferner mit Niemandem als mit den Mitverschworneu Gemeinschaft zu machen. Nachdem er dieses und Anderes was den egyptischcn Litten zumeist entgegen ist erlassen hatte befahl er, daß mau mit vielem Fleiße die Mauern der Stadt auffnhre und sich zum Kriege gegen den König Ainenophis bereit halte. Er aber sandte nach gepflogenem Rath mit den anderen Priestern und mehrcrcn Mitunreinen, nach der sogenannten Stadt Jerusalem zn den von Thetmofls vertriebenen Hirten, ließ ihnen mittheilcn was er und die Anderen erlitten haben und bat sie, sie mögen mit ihm ge« gen Egypten zu Felde ziehen. Er versprach ihnen, daß er sie vor Allem nach Auaris, ihrer ursprünglichen Vaterstadt führen und das. für die Truppen Nothwendige reichlich herbeischaffen wolle; ferner baß er, wenn cs die Noth erheischte, vorankämpsen und ihnen leicht das Land unterwerfen werde. Die Hirten gingen gern hierauf ein, brachen mit einer Macht von zwei hundert tausend Mann aus, und kamen in kurzer Zeit nach Auaris. Als der König Ainenophis von diesem Einfalle hörte erschrak er nicht wenig, denn er erinnerte sich an die Weissagung des Amenophis, Sohnes des Papis. Zuerst versammelte er das egyptische Volk; und nachdem er mit dessen Heerführern berathschlagt ließ er die in den Tempeln zumeist verehrtcn heiligen Thiere zn sich bringen, und befahl den Priestern be-