Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 2 (November 1851)
- Article
- Schutzschrift des Josephus Flavius gegen Apion
- Date
- 1851-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 11)
- Language
- German
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Schntzschrist des Josephns Flavius gegen Apion. 51 gen Gott zu jeder Zeit höher als Rettung und Vaterland halten?) |§. 2ä — 26 geben wir als minder interessant nur inhaltlich wieder. Josephus führt noch andere Geschichtsschreiber, die der Juden erwahnen, dein Namen nach an; sie irren zwar häufig von der Wahrheit ab, allein sie bezeugen Alle das Alterthnm der Juden, und dieses nur soll hier bewiesen werden. Andere Schriftsteller wie Hieronymus, ein Zeitgenosse des Hekatäns, haben wie leicht zu erkennen ist vorsätzlich, aus Haß oder einer sonstigen verwerflichen Ursache, die Juden mit Stillschweigen übergangen. — Ich muß nun aber noch, fährt Josephns fort, einer andern Aufgabe, die ich mir gesetzt, Nachkommen: die Verläumdüngen und Schmähungen mit denen Manche unser Volk beladen, als grundlos darzustellen. Urheber dieser Schmähungen sind Egypter, und Andere schrieben dann ihnen zu Gunsten. An der Spitze stehet Manetho, der früher versprochen eine cgyptischc Geschichte ans den heiligen Schriften der Egypter wiederzugeben, und daselbst gesagt ״unsere Vorfahren seien in vielen Tausenden nach Egypten gekommen, haben die Einwohner unterworfen, hierauf Judäa erobert u. s. n\"; später aber eine andere Wendung nimmt und angibt, es habe sich eine Menge Ausfähiger und mit anderen Krankheiten behafteter Egypter die das Land zu verlassen gezwungen waren, mit uns vermischt: und er erfindet hierzu einen falschen Namen, einen König Amenophi-S, dessen Zeit er nicht wie sollst bei früheren Königen, sestzusttzen wagt. Wir lassen jetzt Mänetho bei Josephns sprechen.! (§. 20.) ״Dieser Ameuophis wünschtc wie Orus, einer der früheren Könige, die Götter zu schauen. Er theilte diesen Wunsch einem Manne gleichen Namens, einem Ameuophis Sohne des Papis mit, der wegen feiner Weisheit und Keunlniß der Zukunft göttiicher Natur theilhaftig zu sein schien. Dieser Gleichnamige sagte ihm, er werde die Götter schauen können, wenn er das ganze Land von Aussätzigen und anderen unreinen Menschen reinige. Der Köuig hierüber erfreuet befahl, daß man alle an Körper Verstümmelten aus Egypten zusammentreibe. Diese Menge belief sich aus achtzig Tausend: und et gebot, daß man sie in die östlich vom Nile ge- B Josephns ist zwar dem Spotte des Agatharchides gegenüber im Spechte; an sich ist jedoch die Ansicht die richtige, daß die Juden auch am Sabbat zur Vertheidigung der Stadt die Waffen hätten ergreifen müssen. So'bestimmt es auch das jüdische Gesetz: ,,Man ziehet am Sabbat dem Feinde entgegen, liefert Schlachten u. s. w." Erubin 45. vgl. auch 1 Macc, 2, 40. 41. Auch die Unthätigkeit, die dem Pompejus die Eroberung Jerusalems erleichterte (vgl. Jos. Jüd. Krieg 17 .3 ״), verwirft das Gesetz Erubin!. l,