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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1851-11-01 · Heft 2 (November 1851) · p. [Seite]

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
1 (1851-1852)
Issue
Heft 2 (November 1851)
Article
Schutzschrift des Josephus Flavius gegen Apion
Date
1851-11-01
Page
[Seite] (sequence 6)
Language
German
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46 Schutzschrift des Josephns Flavins gegen Apion. ES wird, glaube ich, Jedermann erkennen, daß er unser erwähne, denn das Solymische Gebirge ist in dem von uns bewohnlen Lande und auch der sogenannte ASphaltitische See (Las todte Meer): dieser ist unter allen syrischen Seen der breiteste und größte. Chvrilns gedenkt also unser?) Es ist aber auch leicht wahrzunchmcn, daß man die Inden nicht nur kannte, sondern daß sic auch von Jenen die mit ihnen in Berührung kamen, geachtet wurden, und zwar nicht etwa von gewohnlichen sondern von ob ihrer Wissenschaft hochgeschätzten Grieche». Klcarch, ein Schüler des Aristoteles und keinem der pctipatetischeu Philosophen nachstehend, sagt im ersten Buche über den Schlaf, daß sein Lehrer Aristoteles Folgendes von einem jüdischen Manne erzählt habe. Er legt die Rede dem Aristoteles in den Mund und schreibt also: ״Viel hierüber zu sagen wäre zu weitläufig; und doch ist die Erzählung von dem was in Jenem so bewnndernswcrth war sowie die von dessen Weisheit, nicht ohne Nutzen. Und soll ich mit dir offen sprechen, Hyperochides! es wird dir schcineu, als erzählte ich Wunderbares und Traumähnliches. Worauf Hyperochides schüchtern erwiderte: Ebendeshalb wünschen wir Alle, es zu hören. Wohlan, sagte Aristoteles, so wollen wir denn nach der Vorschrift der Rhetoren zuerst von dessen Geschlecht sprechen, auf daß wir nicht den Lehrer» der Rede ungehorsam seien. Erzähle, sagte Hyperochides, wie cs dir gefällt. Und Jener (begann) also:'Dem Volke nach war er ein Jude aus Eölesyrien. Diese sind Nachkommen der Philosophen Indiens; bei den Indern sollen die Philosophen Kalaner, bei den Syrern Juden genannt werden; diesen Namen nehmen sie von der Gegend au, denn die Gegend, die sie bewohnen, wird Judäa genannt: der Name ihrer Stadt ist ziemlich verkrümmt, sie neunen sie Jerusalem. Dieser Mann also, Bielen als Gastfrennd verwandt, kam ans dem obereil Lande nach den Küstengegcnden, und war nicht nur der Sprache sondern auch dem Geiste uad> Grieche. Ich verweilte damals in Asien, und da landete er an dein Orte, wo ich war, traf mit mir und andern wissenschaftlichen Männern zusammen und wollte deren Weisheit kennen lernen. So pflegte er vertrauten Umgang mit vielen Weiscn, und theilte mehr mit, als er empfing." Dieses sagt AristotcleS bei Klcarch, und er erzählt noch hierbei von der großen und 1> Züsevhus nimmt Solyma wie Jerusalem, Salem l^w); di« Kritik hat bi er jedoch ein anderes Volk erkannt: die an der Grenze Syriens wohnenden S vlymer.

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