Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Journal
- Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
- Volume
- 1 (1851-1852)
- Issue
- Heft 2 (November 1851)
- Article
- Schutzschrift des Josephus Flavius gegen Apion
- Date
- 1851-11-01
- Page
- [Seite] (sequence 4)
- Language
- German
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44 Schntzschnst des JosephuS Flavins gegen Apion. rom und Salonion (vgl. 1 Köu. K. 5) einander zngeschickt haben sollen. — Hierauf läßt JosephuS den Chaldäer Berosus, der unter mehreren anderen Werken auch eine chaldaische Geschichte griechisch schrieb, von Nebnkadnezar und daß er Jerusalem zerstörte, erzählen. Für den heutigen Leser sind diese Nachweise überflüssig: feinen griechischen und römischen Lesern mußte JosephuS jede bei irgend einem Antor sich sindende Notiz beibringen und docnmcntircn: 1m!ß er doch sogar weiter dafür Belege anführen, daß der jüd. Staat schon zu "Alexanders Zeiten cxistirt habe! — Wir wenden uns nun zu den Nescrateu ans griechischeu Schriftstellern, die manches Interessante bringen.] §. 22. Ich muß aber auch dem Verlangen Jener genügen, die da vermeinen, daß man den Erzählungen der Barbaren") mißtrauen und nur den Griechen Glauben schenken müsse. Ich will daher viele griechische Autoren, die unser Volk kannten und seiner, wo sich ihnen die Gelegenheit hierzu darbot erwähnten, mit ihren eigenen Worten ansnhren. Der alte Pythagoras der Samicr, der sowohl wegen seiner Weisheit als seiner Hochachtung für das Gottliche für den hervorragendsten Philosophen gehalten wird, war nicht nur offenbar mit unseren Gesetzen bekannt, sondern auch mehrseitig ihr Nacheifercr. Zwar wird ihm eine Schrift mit Gewißheit nicht zugeschricben"), doch cs erzählen Viele von ihm, und nnter diesen ist der Berühmteste Hermippns, ein überhaupt sorgfältiger Geschichtsschreiber. Dieser sagt also im ersten Buche über Pythagoras: Pythagoras erzählte, daß, als Kalliphon ans Kretonia, einer seiner Schüler, gestorben war, so habe dessen Geist bei ihm Tag und Nacht geweilt und ihn ermahnt, über keinen Ort zu gehen, wo ein Esel zusammengesnuken, von Orten fern zu bleiben, die nach Wasser dürsten'') und sich jeder Lästerung zu enthalten. Er sagt hinzu: ״dieses that und lehrte er (Pythagoras) als Nachahmung jüdischer und thracischer Meinungen, die er auch in sein System übertrug." Und cs wird auch iu der That erzählt, das; dieser 5) Wie bekannt, ist ״Barbaren" ein Ausdruck für nichtgriechische und nichtrömische Völker. 6) Vgl. oben S. 10.. 7) Jni Text ist fi/tj rörtovj hp ov äv.vvog oxldß»/, xui TtSv v iöätmv u7ri%1a!9M. Zn dixfiiutv ist hinzuzudcnkcn totuov׳ dessen Singular vorauSgcgangen und dicscm gemäß ist hier übertragen. Auch liegt hierin eine Beziehung znin jüdischen Gcsche, da das mosaische Gebot so häusig Neinigungsbädcr vorschreibt. Die lieberschung ut .->!> arjn.1 foeculenia averteret ist ganz unpassend.