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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 591

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Judaica in nummis
Date
1939-01-01
Page
Seite 591 (sequence 2)
Language
German
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IRI
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Judaica in nummis 691 jüdischer Seite erscheinen die ersten systematischen Arbeiten erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts: M. A. Levys ״Geschichte der jüdischen Münzen“ (Leipzig 1862), Zuckermanns ,,Talmudische Münzen“ aus demselben Jahre, L. Herzfelds ,,Voruntersuchungen“ (Leipzig 1863) sowie wertvolle Spezialstudien von Eugen Merzbacher, Th. Reinach, Graetz, Hamburger u. a. Aus neuerer Zeit stammen das umfassende Buch von S. Raffaelli ,,Matbeot hajehudim“ (Jerusalem 1913), Einzelarbeiten von E. L. Sukenik, Adolf Reifenberg, C. N. Mayer, u. a. Ein wirklich umfassendes jüdisches Münzwerk mit breiter numismatischer Grundlegung und methodischer Darstellung des gesamten Stoffes ist aber erst vor kurzem dem Leiter des Bezalelmuseums in Jerusalem M. Narkiss geglückt (vgl. Anm. 1). II. Der Begriff einer ,,Jüdischen Numismatik“ geht freilich über die antike jüdische Münze, also das von jüdischen Münzherren ausgegebene bzw. das in Palästina in Umlauf gewesene metallische Geldstück, weit hinaus. Die Numismatik umfaßt neben den Zahlungsmittein auch andere metallische Prägungen münzähnlichen Charakters — Medaillen —, die nicht dem Geldverkehr dienen, sondern die Erinnerung an bestimmte Begebenheiten oder Personen von historischem, lokalem oder auch familiärem Interesse festhalten sollen — Denkmünzen — oder die lediglich dem künstlerischen Anschauen und Genuß — Schaumünzen — oder auch verschiedenen praktischen Zwecken dienen wie solche religiösen Charakters (Gebetsmedaillen, kabbalistische Amulette), oder aber moralische Ideen versinnbildlichen, wie die zahlreichen Freund- Schafts- und Schulmedaillen des späten Mittelalters, oder endlich einfach Wert marken oder Kennzeichen sind. Solche Prägungen bzw. Güsse kennt auch der jüdische Bezirk, und eine jüdischnumismatische Sammlung darf an diesen teilweise überaus interessanten Kulturdokumenten nicht Vorbeigehen. Darüber hinaus gibt es aber ein großes Gebiet numismatischer

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