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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 558

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Maimon und Cohen
Date
1939-01-01
Page
Seite 558 (sequence 11)
Language
German
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IRI
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558 Hugo Bergmann durch die Kurvenelemente, durch das ds hindurch, die Kurve erzeugt; es ist aber weder jenes Gesetz selbst, noch hebt es seine Tätigkeit auf, noch macht es sie unnötig . . . Wir sehen also, daß der Differentialquotient aus einem andern logischen Interesse entspringt und eben dadurch vom Differential unterschieden wird: durch ihn ist die Möglichkeit gegeben, das erzeugende Gesetz zur Bestimmung zu bringen“ (S. 88). In sich selbst ist also das durch das Differential repräsentierte erzeugende Gesetz — die ״Entstehungsregel“, wie Maimon sagte — nicht zur Bestimmung zu bringen, es ist, mit Maimon zu sprechen, eine ״Verstandesidee“, vielleicht deswegen für die Mathematik ohne Interesse. Gawronsky hat in seiner Schrift den Maimon-Cohenschen Gedanken des Differentials als absoluter Einheit weiter ausgeführt und das Differential mit der Zahl — beide in ihrer Eunktion als Denkmittel zur Setzung der Realität — verglichen. ,,In dem Differential haben wir es mit einer reichen Mannigfaltigkeit von erzeugenden Gesetzen, die sich in ihm betätigen, zu tun; es ist also an die Eintönigkeit der Zahlsetzungen nicht gebunden. Aber noch weniger ist es an ihre Gleichmäßigkeit gebunden, denn die Identität des erzeugenden Gesetzes ist in bezug auf das Differential keine notwendige Forderung, vielmehr haben wir erkannt, daß (das Differential) eine fortwährende Änderung dieses Gesetzes zuläßt und dabei imstande ist, jede solche Änderung zur Bestimmung zu bringen. Dies sind die Momente, durch die das Differential von der Zahl unterschieden wird; ihr Gemeinsames liegt aber darin, daß sie dasselbe Urteil zum Grunde haben, daß ihnen beiden dieselbe logische Methode zugrunde liegt“ (S. 108). In all diesen Bestimmungen der Cohenschen Schule weht Geist vom Geiste Maimons. Cohen freilich hat zur Herstellung des Zusammenhanges zwischen dem im Differential symbolisierten Gesetz und der aus ihm ,,urspringenden“ extensiven Größe ein Denkgesetz, über das Maimon nicht verfügt: das unendliche Urteil. (Bei Maimon hängt dieses Urteil mit seinem Gesetz der Bestimmbarkeit zusammen und hat eine andere Bedeutung als bei Cohen,) Das Unendliche Urteil erlaubt es Cohen, von der Negation der Extension

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