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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 497

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Die Synagoge in Ellrich am Südharz
Date
1939-01-01
Page
Seite 497 (sequence 5)
Language
German
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IRI
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Die Synagoge in Ellrich am Südharz 497 Gitter in Laubsägearbeit abgeschlossen. Die Schranke dient als Windfang für die dahinter liegende Eingangstür. Der Männerraum der Ellricher Synagoge ist ein einschiffiger Saal, eine stützenlose Halle. Merkwürdigerweise hat sich in die Literatur die irrige Meinung eingeschlichen, die Ellricher Synagoge habe Mittelstützen. In einem Manuskript von Architekt A. Pinthus im Besitz des Archivs des Preußischen Landesverbandes Jüdi־ scher Gemeinden wird von einer zweischiffigen Anlage mit zwei Stützen gesprochen. R. Hallo spricht von Innensäulen in der Synagoge von Ellrich, die die Eckpfosten des Almemor bilden sollen. Beide Annahmen beruhen offenbar auf einer falschen Deutung des Grundrisses von Hochreiter von 1911. Der Almemor steht in der Ellricher Synagoge frei im stützenlosen Mittelteil der Männerschule. Die einzigen vorhandenen Säulen sind die zwischen Haupt- und Vorraum, sie tragen die Empore. Während der Männerraum mit einer ostwestlich gerichteten Elachtonne gedeckt ist, die auf der Tünche, wie in mancher hessisehen Synagoge, Spuren blauer Farbe zeigt, ist die Empore mit einer horizontalen Decke in gleicher Höhe, mit sichtbaren nordsüdlich gerichteten Balken, gedeckt. Die Empore öffnet sich in der Schildwand der Tonne, die in fünf Pfeiler aufgelöst ist, zürn Männerraum mit sechs Öffnungen. Eine hohe Brüstung mit Holzgitterabschluß entzieht das Innere der Empore den Blicken. Beide Räume, mit Tonne und Balkendecke, sind mit einem abgewalmten Ziegeldach gemeinsam gedeckt, das vor der Renovierung um 1926, wie aus der Hoehreiterschen Zeichnung ersichtlich, die gleiche Form hatte. Auf seinen freien drei Seiten weist der Männerraum je drei hochgelegene Fenster auf, die, mit Ausnahme des kleinen rechteckigen Mittelfensters oberhalb des Schreines an der Ostwand, rundbogig sind. Die Frauenempore erhält Licht durch ein Nordfenster und drei Südfenster. Zwei Fenster im Querflügel beleuchten im Obergeschoß den kleinen Vorraum der Weiberschule. An der Fassade der Synagoge fällt auf, daß die Sturze, in die die Fensterrahmen eingebaut sind, sich am achten Ständer tot- 32

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