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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 478

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Etwas von den jüdischen Hochzeitsbräuchen
Date
1939-01-01
Page
Seite 478 (sequence 10)
Language
German
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478 Samuel Krauß lingen“ eingehend begründet. Auch dieses Faß (bzw. Becher) von Herlingssaft hat also symbolische Bedeutung. Büchler läßt auch dieses Ding vor der Braut allein getragen sein und der Bräutigam sei gar nicht mit im Zuge, indem B. wiederum die Worte preßt: אף טי שהוליכו לפגיה חבית כר j ib. Die Sache ist aber so nur ausgedrückt, weil es sich um die Feststellung der Rechte der Braut handelt. Dagegen führt B. selbst einige Stellen an, die sowohl Bräutigam als Braut erwähnen. 1. Semachot c. 8 ממבזין לפגי החתנים ולפני* הכלות usw., 2. TSabbat VII, 16 p. 118 ...ממשיכין לפגי חתנים וכלות , Dennoch interpretiert B. auch diese Stellen so, daß man diese Akte vor Bräutigam und Braut besonders vollführte23 und führt hierfür den Fall von Juda und Hillel in Kabul (TSabb VII, 17 p. 118)24 zum Beweise an, wo es gar nicht sicher ist, daß man diese beiden Patriarchensöhne als Bräutigame begrüßte, da von dieser ihrer Eigenschaft nicht das mindeste verlautet. Die Neckereien (s. Arch. S. 39), die man im Hochzeitszuge angesichts von Braut und Bräutigam vorbrachte, haben doch nur Sinn, wenn man Braut und Bräutigam zusammen im Zuge sah; nach B. aber gab es keinen Moment, wo das der Fall war. Wenn nun B. sich gezwungen sieht, jene Neckereien in eine andere Zeit und in eine andere Gegend zu verlegen, so gilt hierfür meine bereits oben gemachte Bemerkung: die Quellen berechtigen uns nicht, hierin Unterschiede zu machen. 6. Die Hochzeitsgäste und ihr Verhüten Während wir gesehen haben, daß es für das Brautpaar im Hebräischen keinen einheitlichen Namen gibt, sehen wir, zu einiger Überraschung, daß die Hochzeitsgäste, abgesehen von dem engeren Gefolge, einen besonderen Namen haben, und dieser lautet: בגי חופה, wie wir schon mehrmals gefunden haben (vgl. auch Talm. Arch. II, 460). Wir finden auch בגי חבורה (Derekh E. Rabba c. 8). 23 Herschberg jedoch richtig: vor beiden zusammen. 24 Vgl. auch Semachot a. a. 0.

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