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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 450

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Raschis Kommentar zu Sprüche und Job
Date
1939-01-01
Page
Seite 450 (sequence 9)
Language
German
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450 Isaac Maarsen skriptes, das für unsere Editionen als Vorlage benutzt wurde, fand neben der ersten Erklärung noch eine andere in einem Manuskript der Klasse L und fügte dieselbe hinzu mit der Einleitung ד״א und dem Schluß: •כך מצאתי. Alle oben zitierten Stellen sind also Interpolationen, die Erklärungen enthalten, welche sehr wahrscheinlich nicht von Raschi stammen. Dieser Schluß ist nicht nur wertvoll für die Feststellung des ursprünglichen Textes, sondern auch wichtig in anderer Hinsicht. Ich möchte dies durch einige Beispiele erhärten. Gelegentlich der Besprechung des Jelamdenu bemerkt Zunz28: ״Die Verschiedenheit der Recensionen bezeugt bereits Raschi/' Als Beweis zitiert er 412. Dieses ist jetzt hinfällig und die literarhistorische Bemerkung betr. Jelamdenu nicht stichhaltig. Nebenbei kommt das Zitat in Tanchuma nicht vor. Die Vermutung S. Bubers29 wird durch die Vergleichung der Manuskripte bewiesen. Er meint, das מצאתי* מוגה ול״ש ist Zusatz des Kopisten oder des Editors, der mitteilt, daß er ול״ש d. h. וליתא שם in einem korrigierten Manuskript aufgefunden hat. Berliner weist auf die Merkwürdigkeit hin, daß Raschi R. Jacob ben Jakar, seinen eigentlichen Lehrer in der Schriftexegese (nach Pessachim lila) niemals in seinen Kommentaren zur Schrift erwähnt30. Er hat übersehen, daß Zunz schon auf Job 22 30 hingewiesen hat31. Jedoch fehlt die Stelle in den Manuskripten, und es ist fraglich, ob mit R. Jacob wirklich R. Jakob ben Jakar gemeint ist32. Zu 267 ודוגש וכת ist sehr verdächtig, da die Erklärung im Namen Dunasch, daß בלימה Fläche bedeutet, in Machbereth MenacheiP vorkommt, s. v. 33אראל, sogar mit dem Beispiel aus Ps 32 5. 28 Di© gottesdienstlichen Vorträge der Juden, Frankfurt a. M. 1892, S. 249, Note e. Eine derartige Bemerkung über פירושים מדו-ייקים siehe in der Einleitung von meinem Parshandatha III, S. XV. 29 Einleitung zu seiner Ed. des Tanchuma, Wilna 1913, S. מת; die Gegenbemerkung A. Epsteins in Beth Talmud V, Wien 1889, S. 22, ist also überholt. 30 cf. Beiträge, S. 25. 81 Zur Geschichte und Literatur, S. 63; cf. J. N. Epstein in Tarbiz IV, Jerusalem 1933, S. 167, Note 132. 32 cf. Geiger, Nit’e naamanim, S. 10, Note 5. 33 ed. Filipowski, London 1854, S. 33.

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