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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 362

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Zum Mischne Thora und den Mischnakommentar des Maimonides
Date
1939-01-01
Page
Seite 362 (sequence 7)
Language
German
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362 Jakob Horovitz wurden. Was haben diese ״aufgehängten Hände und Arme“ alles angerichtet! Vor allem aber hatte M. sich wohl davon überzeugt, daß — so unrichtig ihm auch jetzt noch die einst so scharf von ihm zurückgewiesene Ansicht erscheinen mag — man doch die Vertreter der entgegengesetzten Auffassung nicht ohne weiteres als ungründlich und jeder tieferen Mischnakenntnis bar bezeichnen darf. Das allein macht begreiflich, daß der ganze Ton seiner Polemik ein so viel milderer geworden ist (zur Sache vgl. noch Toss. b. Temura 12a f. u. Schitta mekubezeth z. St.). Hält sich doch Maimonides auch im Mischneh Thora vor sehr heftigen Angriffen gegen Auffassungen, die er für falsch hält, nicht zurück. Ich denke nicht nur an Stehen wie H. Talmud Thora Y, 4, Teschuba VIII, 6, Tefillin Y, 4 (vgl. auch Kobez II, 31), sondern auch an Geruschin X, 19, Issure Bia XI, 15, Maasser scheni IX, 12, Scheluchin we- Schutfin III, 7, Malwe we-Lowe XV, 2 und XXY, 13, wo er gegen anerkannte Geonim oft sehr scharf zu Felde zieht. Er sagt auch ausdrücklich (Kobez II, 31b), die meisten Versehen in seinem Mischnakommentar seien an den Stellen zu finden, an welchen er den Geonim ohne weiteres gefolgt sei; andere gegen die Geonim gerichtete Äußerungen aus früheren Tagen s. bei J. H. Weiß, דור דוד ודורשיו IV, S. 293 — und in Ischuth VI, 14, Geruschin IX, 31, Schebuoth XI, 14, besonders aber in Scheluchin we-Schutfin, Ende des VI. Kapitels, Malwe we-Lowe XXVII, 1 u. a. O., wo er sich gegen seine Lehrer wendet, Scheluchin we-Schutfin X, 5, wo er בעלי הוראה angreift, Toen we-Nitean VIII, 9, wo er gegen רבים וגדולים ankämpft, u. a. 0. Aber an kaum einer dieser Stellen drückt er sich bei aller oft zugespitzten Schärfe so wegwerfend aus wie in der behandelten Stelle im Kommentar zu Mikwaoth. II A. Geiger meint in seiner Schrift, Moses ben Maimon, Studien, 1. Heft, Breslau 1850, S. 58, Maimonides weiche in der Erklärung einzelner Stellen von der Deutung der Gemara im Mischneh Thora ab. An diesen vergleichsweise wenigen Stellen breche sein gesunder

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