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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 318

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Die letzten Wormser Judenbischöfe
Date
1939-01-01
Page
Seite 318 (sequence 6)
Language
German
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318 Bertliold Israel Rosenthal 1. daß er dem Bischof und dem Stift Worms hold und treu sein wolle. 2. daß er sein Judenbischofsamt verwalten und aufrechterhalten wolle, wie es von alters Herkommen ist. 3. daß er Bischof Emrichs Brief (von 1312) in allen Punkten und Articuln halten wolle. 4. Daß er auf die fünf Bücher Moses schwöre. 5. Daß er dem Wormser Bischof fürbringen und melden wolle, was er als Judenbischof fürzubringen verpflichtet sei. Nachdem dem Kandidaten diese Punkte und die formula juramenti vorgelesen worden waren, legte er mit bedecktem Haupte seine Hand ,,bis an den Knorz“ in die vom Schulklepper gehaltenen fünf Bücher Moses und sagte die vom Statthalter vorgesprochenen Worte nach: ,,Als mir aniezo ist vorgelesen worden und ich meine Treu gegeben habe, deme will ich alsso nachkommen, als mir Gott helfe, der Allmächtige.“ Hiermit war der actus beschlossen. Etwa fünf Jahre war Bär Oppenheimer in Worms anwesend. Die Liquidierung der väterlichen Unternehmungen, die 25 Jahre nach Emanuel Oppenheimers Tod noch unerledigt war und die Hereinbringung bedeutender Forderungen beim Kaiserhof und anderen Stellen machten Bars Anwesenheit in Wien erforderlich. Im Mai 1748 zeigte er von dort aus der bischöflichen Regierung in Worms an, daß er sich drei bis vier Jahre in Wien, Holland und sonstwo einer konsiderablen Erbschaft und Ausstände halber aufhalten müsse. Er bittet um die nötige Erlaubnis, die auch seinem Großvater und anderen mehr schon erteilt wurde. Der bischöfliche Geschäftsträger am Kaiserhof sandte das Gesuch empfehlend nach Worms, dessen Erfüllung ihm von hohen Orten, ,,die der Bittsteiler unumgänglich menagieren muß“ sehr angelegentlich nahegelegt wurde. In einem zweiten, undatierten Schreiben stellt Bär nochmals vor, sein verstorbener Vater habe als Oberhoffakior beim Kaiserhof namhafte Forderungen einzubringen gehabt, mit deren Habhaftmachung er (Bär) beschäftigt sei. Dieses Werk sei nun endlich so weit, daß es in kurzer Zeit beendet sein werde und er wieder

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