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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 140

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Targumische Elemente in der Deutung biblischer Ortsnamen bei Hieronymus
Date
1939-01-01
Page
Seite 140 (sequence 9)
Language
German
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140 Samuel Klein The man 9719 wird im Anschluß an Euseb 96 23 mit Hinzufügung des Wortes ״hebraice“ bemerkt, Th. bedeute ״Süd“. Dies wird von H. 13715_17 näher ausgeführt: ,Süd‘ werde von den Hebräern mit drei Vokabeln bezeichnet: Negeb, Theman, Darom. Das entspricht Gen R 52 § 4 (543 6), wo sogar 7 Namen des Südens angeführt werden; die drei ersten sind: דרום! גבב! תימן. Misor im Gegensatz zu Euseb 12616, der dieses Wort in Dt 317 als Stadt ‘Ogs bezeichnet, fügt H. 12713-14 der Übersetzung die Worte hinzu: ,,Misor“ bezeichne eine Ebene. So die richtige Übersetzung im Targum מישרא. Nineve (Gen 10u). Euseb. 1362 bemerkt mit Recht, daß es außer der bekannten assyrischen Stadt Ninive auch eine jüdische Stadt gleichen Namens in der ,,Ecke Arabiens“, d. 11. im Ost־ jordanlande, gebe. H. 137 3 fügt diesen Worten hinzu, die jüdische Stadt werde ,,nunc corrupte Nineve“ genannt. Die Worte werden uns verständlich, wenn man vor Augen hält, daß die ostjordanische jüdische Stadt für gewöhnlich als גוה, d. h. Nave, erscheint15. Jedoch gibt es auch genügend Beweise für die Schreibung גיגוה Nin(i)ve. H. hält dies für fehlerhaft, und es mag ja sein, daß wir es mit einer beabsichtigten Angleichung an den assyrischen Namen zu tun haben. Bei welcher Gelegenheit Hieronymus diesen erweiterten, nach ihm fehlerhaften Namen von seinem hebräischen Lehrer gehört haben mag, erfährt man aus dem Midrasch Gen R 41 (42) §6 (411 7) zu Gen 145, wo שוה קריתיים auf folgende Weise gedeutet wird: ,תרתיין נינוה איבון ״es gibt zwei Ninives“. Das will sagen: die imOsten des Heiligen Landes gelegene Stadt ,Schawe Kirjathajim‘ habe auch Ninive geheißen, genau so wie die assyrische; dies sei in den Schrift- Worten angedeutet: ״die zwei Städte“ (קריתים) seien gleich (שוה), d. h. gleichen Namens gewesen. Diese Gleichsetzung findet sich auch im pal. Fragmenten targum (Jeruschalmi), wo gesagt wird, die Emim seien diejenigen דשריין (ד) בג ו ה קרתא, welche in der Stadt 15 Vgl. jetzt die Artikel von Mayer und!Reifenberg; Braslavski in ידיעות IY, 1—8; 8—12, wo die neuesten Funde, nebst Literaturangaben, besprochen werden.

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