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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 141

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Targumische Elemente in der Deutung biblischer Ortsnamen bei Hieronymus
Date
1939-01-01
Page
Seite 141 (sequence 10)
Language
German
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Targumische Elemente in der Deutung biblischer Ortsnamen 141 Nave wohnten. Ginsburger, Das Fragmententargum (1899), S. 75, teilt hier aus Handschriften die Variante mit: דבני קרתא, die jedoch zweifellos fehlerhaft ist und nach dem oben Ausgeführten und nach der uns aus anderen Texten bekannten Lesung16 des gleichen Stadtnamens גוה =) בב[ר]יי) gelesen werden muß. Bemerkt sei noch, daß ein mittelalterlicher Pajtan aus Nave seinen Wohnort (bestimmt auf Grund der hier nachgewiesenen Gleichsetzung) als שוה קחיתיים bezeichnet, wie dies an anderer Stelle näher ausgeführt wurde17. Rooboth (Gen 10n). Dazu bemerkt H. 143n, über diesen Namen hätte er in seinen hebräischen Forschungen ausführlicher gesprochen. Dort sagt er, er glaube nicht, daß es zwei Städte, nämlieh Ninve und Rooboth gegeben habe, sondern der Vers sei zu übersetzen: er erbaute Ninive und die Plätze der Stadt. So hat er tatsächlich auch in der Vulgata übersetzt, aber dies ist keineswegs seine eigene Erkenntnis; die Deutung stammt vielmehr aus dem paläst. Targum דת פלטי י תא דקרתא. Reblatha (II Kön 25 6) sei nach der zweiten Ansicht, die H. 14725 mitteilt, mit Antiochia gleichzusetzen. Das gleiche sagt er auch in seinem Ezechiel-Kommentar (Rebla [Num 34 n], quae nunc Syriae vocatur Antiochia), wo er noch hinzufügt ,,contra fontem“ (מקדם לעץ =־ ib.) bezeichne Daphne bei Antiochia. — Auch dies ist jüdisches Gut. Eine bekannte Agada spricht über die drei Exile, wohin die 10 Stämme geführt wurden, deren eines ist דפגי של רבלתה (so Pesikta R 146b letzte Zeile, wo statt דפגו natürlich דפני zu lesen ist). In j Sanhedrin X 6 (29c) wird dafür דפניי של אנטוכיא gesagt18; Ribla-Daphne ist also Antiochia. 16 Vgl. mein ,41 ,עבר הירדן היהודי f., besonders 42 Anm. 1. 17 ידיעות IV, 76f.; Zulaj:(קנ״ח.8 ,ידיעות המכון לחקר השירה העברית בירושלים (תרצ״ט. 18 Dies ist auch die Quelle von Kalirs Gescbem-Komposition: E lb og en in Jewish Studies — A. Kohut, p. 172, 27: וכנס גלות אנטוכיה. Weiter 6a 10 wird dort גלות נהר סגבטיון genannt, genau wie in den oben genannten Texten, die die midrascliiscbe Grundlage des Pijjuts sind.

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