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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 136

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Targumische Elemente in der Deutung biblischer Ortsnamen bei Hieronymus
Date
1939-01-01
Page
Seite 136 (sequence 5)
Language
German
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136 Samuel Klein gata (civitas solis) folgt, findet sich im Targum (7(קרתא בית שמש, freilich ohne den griechischen Namen Heliopolis. Dieser ist in der Pesikta d’R Kahana 63b zu finden, wo sämtliche ,,fünf Städte“ angeführt werden8. Diese sind: 1. No Alexandria; 2. Nof "Memphis; 3. Thalipanhes Chonupis; 4. cIr Häher es Ostrakine; 5. cIr §emes== [Helio]polis9. Da finden wir also auch Ostrakine, das von R. Simon (dem Amora) genannt, ganz bestimmt ein alter Bestandteil des palästinischen Targums war, aus dem es auch H. erfahren hat. Bethel hatte früher Luza geheißen (Gen2819); dieser Name bedeute a^oySa^ov (d. h. Mandelbaum, 4118). Diese Deutung ist zwar in den Targumim nicht enthalten, doch gehört sie zum Bestand der palästinischen Agada, die sie in verschiedenen Formen vorträgt, unter anderen auch in der Legende: לה היה עומד על פתח המערה והיה הלוז חלול ונכנסים דרך הלח למערה ודרך המערה לעד, d. h. am Eingang der Höhle stand ein hohler Mandelbaum; durch seine Höhlung gelangte man in die Höhle und von dort in die Stadt10. — H. trägt in Fortsetzung seiner Worte auch die An* sicht der Hebräer vor, Bethel hieße auch Bethaun, d. h.בית און und zwar wegen des von Jerobeam dort aufgestellten goldenen Kalbes (IKön 1229). Dies findet sich auch in der Agada Gen 7 Schon von Nied er mann (oben Anm. 2) verzeichnet; er verweist auch richtig auf Menahot 110a. 8 ר׳ חלקיה בשם ר׳ סימון, also aus dem 3. Jahrh. Parallelstellen: Pes. R 17 (87a); Jalkut Mechiri Jes.z. St. 9 Die ägyptischen Namen sind in den Texten mehrfach korrumpiert, doch können sie rekonstruiert werden. Dabei hilft auch Hieronymus in dem oben Anm. 1 angeführten Epitaphium S. 47, 3: civitas solis vocabitur una: ,Ares‘ enim verbum ambiguum et ,testa‘ dicitur et ,sol‘; .. . alii ,Ares‘ id est ocrcpaxov, hoc est ,testam‘ urbem Ostrakinem intellegi volunt: Ib. 49!^ sagt auch er, daß Noo (גא) später in Alexandria geändert worden sei; vgl. auch Targ. und Vulg. Jer 4625. Stummer, Journal of the Palestine Oriental Society VIII (1928), 39 führt aus dem Kommentar zu Na 38 an: Hebraeus qui me in Scripturis erudivit . . . ait, NO dici Alexandriam. Nof Memphis: Vulg. Jes 1918. Die Gleichung Thahpanhes Chonupis finde ich nicht bei Ii. 10 Gen R 69 § 8 (798); vgl, auch II. 43, 2: Luza vero a^uySaXov, und Itin. Burd (vgl. meinen Aufsatz in ציון-Jahrbuch VI, S. 7f.; 2126).

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