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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 135

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Targumische Elemente in der Deutung biblischer Ortsnamen bei Hieronymus
Date
1939-01-01
Page
Seite 135 (sequence 4)
Language
German
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Targumische Elemente in der Deutung biblischer Ortsnamen 135 Gen 1018 החמתי, wo Gen R 37 § 6 (348 6) den betreffenden Namen durch פיפניה ersetzt. Ataroth (Jos 162) liegt nach H. (2719) — im Gegensatz zu Euseb., der es in die Nähe von Sebaste verweist (2620) — in der Nähe von Rama. Im angeführten Schriftvers ist keine Andeutung für diese Ortsbestimmung vorhanden. — H. gibt hier einTargum wieder, das merkwürdigerweise im Targum zu Ri 4ß erhalten blieb. Da wird behauptet, Debora hätte in der Stadt Ataroth gewohnt, die nach Bezeugung der Schrift selbst ,,zwischen ha- Rama und Bet El“ gelegen habe. Es dürfte hier eine alte Tradition vorliegen, die der Kirchenvater ganz bestimmt von einem Targumisten erfahren hat6. Ariel (Jes 29x) sei nach dem textlichen Zusammenhang allegorischer Name Jerusalems oder des Tempels. H. behauptet, das sei seine Ansicht (mihi autem videtur . . . 3724ff.). In Wirklichkeit ist das die Ansicht des Targums: מדבחא... דבני בקרמא די שרא בה דוד, wie auch die Deutung des Namens durch H. ארי אל leo dei aus jüdischer Quelle geflossen ist; vgl. M. Middot IV 7: וההיכל צר מאחוריו ורחב מלפניו לדומה לארי. מה הארי צר מאחוריו ורחב מלפניו! אף ההיכל צר מאחוריו ורחב מלפניו. In seinem Kommentar zu Jes sagt H. genauer, manche behaupten, Arihel sei der Tempel und der Altar, während er als erste Ansicht die Anwendung auf Jerusalem anführt. Letztere dürfte in Wirklichkeit seine eigene Ansicht sein, während er die beiden anderen von seinem hebräischen Gewährsmann gehört hatte. Aares (Jes 1918) bedeute im Hebräischen sowohl Sonne als auch Scherbe. Aus diesem Grunde werde der betreffende Name עיר החרם entweder durch Heliopolis oder durch Ostracine wiedergegeben (396_8). Die erste Übersetzung, der H. auch in der Vul- 6 והיא יתבה בקרתה בעטרות. דבורה מתפרגסה מן דילה ולה דקלין ביריחו, פרדסין בר מ תא ובו,. Die Palmen (דקלין) des Targums entsprechen dem Worte ו1םר des Textes; Palmen sind aber vornehmlich in der Palmenstadt Jericho anzutreffen. Die ״Pardesim“ (Rasch! z. St.: ברמים) gehören bestimmt nicht zu dem im Gebirge gelegenen Rama (nördlich Jerusalem), sondern zu [Bet] Ramata ( Betharamphta) in der östlichen Jordanniederung.

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