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Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums · 1939-01-01 · Heft 1 (Januar 1939) · p. Seite 134

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Journal
Monatsschrift für Geschichte und Wissenschaft des Judentums
Volume
83 (1939)
Issue
Heft 1 (Januar 1939)
Article
Targumische Elemente in der Deutung biblischer Ortsnamen bei Hieronymus
Date
1939-01-01
Page
Seite 134 (sequence 3)
Language
German
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134 Samuel Klein Nicopolis sei (1913_17)4• Die Palaestini sind also nicht mit den dort wohnenden Juden identisch, sondern dürften die dortigen nichtjüdischen Einwohner, besonders die Christen, bezeichnen. Aermon, d. h. חרמון liege nach Behauptung des Hebräers, der ihn unterrichtet hatte, in der Nähe von Paneas; von diesem Berge führe man zur Sommerszeit Schnee nach Tyrus (216_ 9). Der Hebräer hat ihm diese Bemerkung wohl bei der Erklärung von Deut 3 9 mitgeteilt, wo חרמון im P J von der Bemerkung begleitet wird: טוור ת ל גא דלא פסיק מגיה הלגא לא בקיימא ולאבסיהווא. Die Überfiihrung des Schnees nach Tyrus wird freilich im Targum nicht erwähnt, da diese Bemerkung nicht in den Zusammenhang gehört. Der ortskundige Hebräer mag jedoch diese interessante Einzelheit bei der gleichen Gelegenheit dem Kirchenvater mitgeteilt haben. Accaron (עקרון) soll nach manchen Ansichten den Str 8/bonsturm, das spätere Caesarea bezeichnen (2311/12). Das ist ein kleines Mißverständnis des Hieronymus. Nachb.Meg6a (R. Abahu) wäre in Zeph 24 unter Ekron, die ״entwurzelt“ werde קסרי בה אדום (עקרון העקר) d. h. Caesarea die Tochter[־stadt] Edoms-Roms gemeint. Es liegt also hier eine Art geheime Bezeichnung von Caesarea durch ״Ekron£6 vor, wie wir z. B. gelegentlich für Lod — ״Luz“ (Ri 122> 26) finden5. Der hebräische Lehrer des H. wird also sicher nicht allgemein behauptet haben wollen, Caesarea sei mit Ekron identisch, sondern hatte als Deutung (Targum) der obigen Prophetenstelle die agadische Bemerkung des R. Abahu vorgetragen, woraus die Worte des Kirchenvaters flössen. Aemath (חמה) z. B. II Kön 14 25 bezeichne keineswegs einen Ort im Stamme Rüben, sondern sei nach den Forschungen des Kirchenvaters die Stadt Coelo-Syriens, die heute griechisch Epifania genannt wird (2329_ 31). Die Quelle dieser Erkenntnis des H. ist natürlich wieder die palästinische Übersetzung von 4 Dies ist das einzig Kiehtige. 5 Siehe meine Ausführungen in ציון (Mitteilungen) Kr. 8—10, S. 21 ff.

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